Schwetzingen

Palais Hirsch Lesung zur laufenden Ausstellung im Karl-Wörn-Haus

Lenbach-Enkel DuMont erinnert an seinen Großvater

Archivartikel

Lenbach-Enkel, Verleger und Schriftsteller Dr. Reinhold Neven DuMont liest am morgigen Dienstag um 19 Uhr im Palais Hirsch aus seinem Essay „Lenbach oder es lebe die Kunst“. Diese Lesung ist ein besonderer Höhepunkt des Begleitprogramms der Sonderausstellung „Franz von Lenbach und die Schönen seiner Zeit“ im Karl-Wörn-Haus.

DuMont ist vor allem durch seine Tätigkeit im Verlagshaus Kiepenheuer & Witsch bekannt geworden, dessen Gesamtführung er 1969 übernahm. Er schärfte in seiner Zeit das politisch-gesellschaftliche, bisweilen sozialkritische Profil des Verlags und machte diesem auch mit zeitgenössisch umstrittenen Autoren einen Namen. Weit über 30 Jahre lang leitete DuMont bis 2002 die Geschäfte von Kiepenheuer & Witsch. Nach seiner Zeit als Verleger machte DuMont 2009 und 2011 durch die beiden Romanveröffentlichungen „Die Villa“ und „Der Maskensammler“ von sich reden. Schließlich erschien 2016 seine Autobiografie „Mit Büchern und Autoren. Mein Leben als Verleger“. DuMont ist gleichzeitig der letzte noch lebende Enkel Lenbachs. Seine Mutter Gabriele war die zweite Tochter Lenbachs, die er mit seiner zweiten Ehefrau „Lolo“ (Charlotte von Hornstein) hatte. Gabriele, DuMonts Mutter, ist in der laufenden Sonderausstellung auf einigen Porträts und Fotos als Säugling und Kind zu sehen.

DuMont setzte sich auch mit der großen Geschichte seines Großvaters schriftstellerisch in dem Essay „Lenbach oder es lebe die Kunst“ auseinander. Aus diesem wird DuMont am kommenden Dienstag lesen. Die Buchhandlung Kieser bietet an dem Abend einen kleinen Verkaufsstand an, an dem die jüngeren Veröffentlichungen von DuMont erworben werden können. zg

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional