Schwetzingen

Nordstadtschule Geschichten über Jim Knopf und das Sams / Eltern unterstützen Café mit Spenden

Lina will Haare wie Rapunzel

„Rapunzel, Rapunzel lass dein Haar herunter.“ Wer kennt die Worte der Gebrüder Grimm nicht. Gemütlich sitzen die Kinder auf ihren Sitzkissen, kuscheln mit ihren Teddybären und legen sich gemütlich auf den Boden, während sie gebannt der Stimme von Melanie Gebauer lauschen, einer der freiwilligen Vorleser beim Leseabend in der Nordstadt-Grundschule.

Schon seit vielen Jahren veranstaltet die Schule den Abend für die Kinder. „Die Zeit ist perfekt. Draußen ist es bereits dunkel. Die Eltern können im Elterncafé beisammensitzen, während die Kinder in den Lesungen sind“, erzählt Schulleiterin Alice Geier.

Guinness-Buch der Rekorde beliebt

Sie freue sich vor allem über das Engagement der Eltern, die als Vorleser dabei sind oder dem Café etwas gespendet haben. Barbara Hennl-Goll von der Bücherinsel präsentiert im Foyer verschiedene Kinderbücher. „Gregs Tagebuch“, „Die Schule der magischen Tiere“ und „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“, sind bei den Kindern derzeit sehr beliebt. „Aber auch das ,Guinness World Records’ kommt gut an. Und durch unseren Astronauten Alexander Gerst erfreut sich auch das Sachbuch ,Was ist Was – Internationale Raumstation’ großer Beliebtheit.

Während die Schüler den Geschichten von Vampiren, dem Sams, Jim Knopf, Petronella Apfelmus oder Pippi Langstrumpf lauschen sitzen die Eltern im Elterncafé bei Kuchen, Muffins und Waffeln, sowie Sekt und Orangensaft zusammen und stärken sich für die nächste Lesung.

Olivia und Lina haben es sich im Klassenzimmer bei Sabine Gärtner bequem gemacht. Warum sie sich Rapunzel ausgesucht haben? „Ich habe selbst lange Haare und will auch so lange Haare haben wie Rapunzel“, sagt die siebenjährige Lina. Beide mögen sie Märchen, aber Lina erzählt, dass sie auch Bücher mit Tieren ganz toll findet. Als der Gong ertönt, ist Pause. Danach gehen die Kinder in andere Klassenzimmer, um der zweiten Geschichte zuzuhören, die sie sich schon Tage zuvor ausgesucht hatten.

In Spiele investieren

Andreas Stephan, Vorsitzender des Elternbeirats, freut sich über die vielen Spenden der Eltern. „Mit dem Erlös können wir Spiele für die Klassenstufen besorgen oder auch den Schulhof gestaltet“, sagt er zur Verwendung des Erlöses. Der Freundeskreis mit der stellvertretenden Vorsitzenden Sarah Kersten versorgt die Eltern mit Sekt und Orangensaft. „Der Sekt ist aus den Spenden finanziert. Der Erlös geht in Spielkisten für die Klassen. Auch Obstkisten für die Schüler werden damit finanziert“, erzählt sie. vas

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