Schwetzingen

Ehrhart-Schott-Schule Fachbereich Körperpflege bereitet einen Friseurazubi-Austausch mit Italien vor / Schon im Frühjahr geht’s los

Mal im Ausland schneiden

Archivartikel

Im Zuge der Berufsausbildung ist ein Auslandsaufenthalt eine tolle Sache, um sich auf den Arbeitsmarkt in der EU vorzubereiten – oder um einfach Mal über den Tellerrand hinauszuschauen. Es werden dabei neben den beruflichen Kenntnissen natürlich auch Fremdsprachen und die persönliche Entwicklung junger Menschen gefördert.

Schon im April dieses Jahres hatte eine Delegation aus dem norditalienischen Como Kontakte mit der Ehrhart-Schott-Schule in Schwetzingen aufgenommen und erste Gespräche für eine zukünftige Kooperation im Rahmen eines Erasmus-Projekts für die Berufsbildung und über bilaterale Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Bereich der beruflichen Bildung geführt. Im Fokus steht der Austausch von Auszubildenden aus dem Friseurbereich.

Kooperationspartner ist das Berufsbildungszentrum CFP Como (Centro Formazione Professionale) in Norditalien, das neben dem Fachbereich Restaurant und Nahrungsmittel, wo Köche, Restaurant- und Bar-Servicekräfte, Bäcker und Konditoren ausgebildet werden, den Fachbereich Wellness und Ästhetik als Schwerpunkt hat. Hier werden Jugendliche in einer vierjährigen Vollzeitform zu Friseuren und Kosmetikern ausgebildet. Seit 2015 ist auch die duale Friseurausbildung am Comer See möglich.

Der Schulleiter der Ehrhart-Schott-Schule Thomas Edinger, der Erasmus-Verantwortliche Christopher Beier, die Fachbereichsleiterin Körperpflege, Eliane Peter-Runstuck, sowie die technischen Lehrerinnen für Friseure, Evelyne Manowita und Nicole Sponer, führten zunächst in Schwetzingen den Dialog mit Dr. Chiara Bernasconi, stellvertretende Direktorin des CFP, und Dr. Mauro Motolla vom Nationalen Verband des Handwerks Como und Lombardei.

Praktikum am Comer See

Vielleicht können schon im Sommer 2020 Friseurazubis der Ehrhart-Schott-Schule nach Como reisen und zwei Wochen lang ein Praktikum in einem italienischen Friseurbetrieb machen. Das Lehrerteam des Fachbereichs Körperpflege/Friseur/Kosmetik der Schott-Schule hat die nächsten Schritte eingeleitet und die Partnerschule CFP besucht. Bei einem Rundgang durch die Schule erhielten die Lehrerinnen einen Einblick in Ablauf und Organisation der Einrichtung mit rund 600 Schülern und 40 Mitarbeitern. Einige Schüler des Fachbereichs Wellness und Ästhetik präsentierten auf Englisch die schulische Ausbildung in den Friseur- und Kosmetikklassen. CFP-Direktorin Antonella Colombo lud anschließend zum Mittagessen in der Schule ein, das den Projekttitel „Street food“ trug und von CFP-Schülern aus dem Fachbereich Restaurant und Nahrungsmittel zubereitet und serviert wurde.

Am Nachmittag besuchte die deutsche Delegation Kosmetik- und Friseurbetriebe in Como, die als mögliche Partner am Austauschprojekt teilnehmen. Abgerundet wurde das Programm durch einen Besuch beim Nationalen Verband des Handwerks Como und Lombardia (CNA), bei dem der Regionsvorsitzende Alberto Bergna einen Einblick in die Ausbildung gab. Mauro Mottola, Referent für deutsche Angelegenheiten beim CNA, half mit perfekten Deutschkenntnissen beim Austausch. Nadia Galli, Präsidentin des Handwerkbereichs Wellness und Gesundheit, war sehr daran interessiert, wie die duale Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer in Deutschland organisiert wird.

Schon Anfang März 2020 werden die ersten Friseurauszubildenden aus Como in Schwetzingen erwartet. Zwei Wochen werden sie ein Praktikum in den Salons der Region machen und den Unterricht an der Ehrhart-Schott-Schule (ESSS) besuchen. epr

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