Schwetzingen

Im Interview Elias Zipf ist der jahrgangsbeste Abiturient am Hebel-Gymnasium und startet nun ein freiwilliges soziales Jahr beim TV

Man lernt nicht nur Wissen, auch Respekt

Elias Zipf hat das beste Abitur des Jahrgangs des Hebel-Gymnasiums geschafft. Unsere Mitarbeiterin Birgit Schillinger sprach mit dem 18-jährigen Schüler aus Oftersheim.

Gratulation, Elias, zu diesem starken Abitur. Du hast einen Schnitt von 1,0. Hast du darauf hingearbeitet?

Elias Zipf: Ja und nein. Ich wollte den für mich bestmöglichen Schnitt schaffen. Ich habe mir nicht 1,0 vorgenommen. Aber als nach dem schriftlichen Abitur die 1,0 möglich war, falls ich in der mündlichen Prüfung mindestens elf Punkte erreiche, dann habe ich noch mal alles gegeben.

Und wie lief es dann?

Zipf: 15 Punkte in Geschichte.

Wie erklärst du deine guten schulischen Leistungen?

Zipf: Ich halte mich nicht für ein Genie. Aber ich bin ehrgeizig und fleißig. Mir fällt das Lernen leicht. Motivation hatte ich schon immer, aber da habe ich mich in den letzten Jahren noch mal gesteigert.

Was machst du nach dem Abitur?

Zipf: Ich absolviere jetzt ein freiwilliges soziales Jahr beim Turnverein (TV) 1864 Schwetzingen. Das mache ich, um mich zu orientieren. Denn ich möchte studieren, aber weiß noch nicht genau was. Wahrscheinlich Gesellschafts- oder Geisteswissenschaften. Mich interessieren viel zu viele Gebiete.

Deine Scheffelpreis-Rede drehte sich um den Spruch „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“. Was bedeutet dieser Satz für dich?

Zipf: Das war schon immer mein Credo und ich möchte es meinen Mitschülern mit auf den Weg geben. Man lernt in der Schule nicht nur Wissen, sondern auch beispielsweise – auf der zwischenmenschlichen Ebene – die Bedeutung von Respekt und Freundschaft.

Dein Zwillingsbruder Nelson hat ebenfalls ein gutes Abitur abgelegt. Habt ihr euch gegenseitig angestachelt?

Zipf: Wir haben beide das Beste rausgeholt. Wir sind verschieden, aber immer füreinander da und haben sportlich als Team gearbeitet.

Du bist ja auch sehr sportlich. Wie wichtig ist dir der Sport?

Zipf: Ich spiele Handball, seit ich denken kann. Natürlich ist es in einer Klausurenphase stressig, dreimal in der Woche zu trainieren. Aber es war ein guter Ausgleich, auch wenn man sich nicht immer auf beides gleichzeitig konzentrieren kann. Der Sport gibt mir viel.

Wie hat sich die Corona-Krise auf euer Abitur ausgewirkt?

Zipf: Ich kann hier nur für mich sprechen, aber ich denke, dass es eher positive Auswirkungen auf meine Vorbereitung hatte, vor allem weil wir noch mal mehr Zeit hatten und ansonsten keine anderen Termine nebenher anstanden. Abgesehen davon war es natürlich sicher eine schwere Zeit für uns alle und wir haben es ja auch noch nicht überstanden. bs

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