Schwetzingen

Umfrage Wie gefällt Ihnen der kurfürstliche Weihnachtsmarkt? / Schwetzinger Adventstreiben auch bei Auswärtigen sehr beliebt

„Mehr Flair als in Mannheim“

Der kurfürstliche Weihnachtsmarkt startet heute in das zweite Wochenende. Bis Sonntagabend stehen die Partnerstädte Lunéville, Pápa und Spoleto sowie die neuen Freunde aus Bayern im Mittelpunkt.

Am ersten Adventswochenende verzauberte sogar Schnee die weihnachtlich-illuminierte Kulisse auf dem Schlossplatz und im Ehrenhof. Vor allem am Samstagabend und am Sonntagnachmittag drängten sich die Besucher, aber auch schon am Freitag zog es viele Menschen zu Glühwein und Punsch hin. So wie Sigrid Schmich (76), Heide Spranz (72) und Gerda Gress (69). Die drei Schwestern, die seit vielen Jahren unermüdlich in der Arbeiterwohlfahrt engagiert sind, lassen es sich nicht nehmen, gleich am Anfang einen ausgiebigen Weihnachtsmarktbummel zu machen. Sonst sei immer Mama Ida bei der alljährlichen Tradition dabei gewesen, die sei aber letztes Jahr leider verstorben, bedauern die „Ueltzhöffer-Mädels“. Unlängst war das Trio in München auf dem Weihnachtsmarkt, aber so schön wie hier sei es nirgends: „Es ist diese besondere Atmosphäre, die Holzbuden früher waren schon schön, aber die weißen Zelte haben auch etwas.“ Den Kunsthandwerkermarkt haben sie auch besucht. Am vielfältigen Angebot fehlt den drei Damen nichts. Dornfelder-Glühwein und Spießbraten haben es ihnen angetan. Sie seien nicht das letzte Mal hier gewesen, feiern sie den Weihnachtsmarktbesuch anschließend in der Wirtschaft mit einem Gläschen Sekt.

Den Musikern hinterher reisen

Manche Besucher kommen extra wegen der Aufführungen auf der Programmbühne. Ralf Hörner (39, Bild) aus Mingolsheim und seine Familie reisen immer dem Duo Wolfs Voice & Piano Reich hinterher. Pianistin Marina Reichenbacher und Sängerin Andrea Wolf haben nämlich vor acht Jahren auf seiner Hochzeit gespielt. Aber auch sonst begeisterte der Weihnachtsmarkt: „Das schöne Ambiente ist ein Traum.“

Andere wiederum machen geplante Ausflüge zum kurfürstlichen Weihnachtsmarkt. Michael Czejka (29, Bild) aus Philippsburg ist mit seiner ganzen Abteilung eines Bruchsaler Unternehmens gekommen. Er hat eingeladen. Einige von ihnen seien auch oft im Kaffeehaus. Nachher gehe es noch ins Blaue Loch, später mit dem Zug zurück.

Sanja Mesinger (31, Bild) aus Ubstadt-Weiher ist zum ersten Mal auf dem kurfürstlichen Weihnachtsmarkt. Sie war auch schon in Heidelberg, Bad Wimpfen und vielen Städten mehr. Sie sei „absoluter Weihnachtsmarktfan“ und sammele von überall die Glühweintassen: „Das Ambiente in Schwetzingen gefällt mir sehr gut.“

Jan Stribel (23, Bild) kommt aus Mannheim nach Schwetzingen. Das Spanferkelbrötchen mit Whisky sei sehr lecker gewesen, erzählt er bei einer Tasse Glühwein. Der Weihnachtsmarkt habe viel Flair, nur die changierenden Farben der Schlossfassade im Ehrenhof seien „etwas irritierend“. Schön findet der BWL-Student, dass auf dem Weihnachtsmarkt auch Einrichtungen wie die Lebenshilfe vertreten sind.

Wunsch: „Hütten zum Reinsetzen“

Michael Schirmer (24, Bild) hat auf Empfehlung von Stadträtin Weihua Wang hierher gefunden. Der Weihnachtsmarkt hier habe mehr Flair als der in Mannheim, sagt der Student aus Baden-Baden, der zum leckeren Kinderpunsch eine Gulaschsuppe gegessen hat.

Melanie Heck (25, Bild) kennt den Sänger Sebastian Niklaus, der am Sonntagabend auftritt, er stammt auch aus Karlsruhe. Die Studentin findet die Kulisse sehr schön. Sie wünscht sich vielleicht Hütten zum Reinsetzen, „das wäre was“. vw

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