Schwetzingen

Wohngeld Reform ist in Kraft getreten / Betrag und Anzahl der Berechtigten angepasst

Mehr Menschen profitieren

Mehr finanzielle Unterstützung für Haushalte mit geringem Einkommen: Durch die Erhöhung des Zuschusses zu den Wohnkosten für Bürger werden einkommensschwache Haushalte entlastet, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

In den vergangenen Jahren sind die Wohnkosten und Verbraucherpreise, insbesondere in den Ballungsräumen von Baden-Württemberg, deutlich gestiegen. Die Leistungsfähigkeit des Wohngeldes hat dadurch mit der Zeit abgenommen. Durch die nun im Bundestag und Bundesrat beschlossene Erhöhung des Wohngeldes ab dem 1. Januar wird das Wohngeld wieder gestärkt und der Anstieg der Wohnkosten und Verbraucherpreise seit der letzten Reform von 2016 ausgeglichen.

Ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt, der bisher schon Wohngeld bekommen hat, wird künftig statt 145 Euro rund 190 Euro monatlich erhalten. Dies entspricht einer Steigerung von rund 30 Prozent.

Gleichzeitig wird die Reichweite des Wohngeldes erhöht und der Kreis der Berechtigten erweitert. Vor allem Familien und Rentner mit geringem Einkommen werden nun profitieren. Nach einer Schätzung könnten rund 20 000 zusätzliche Haushalte im Land einen Erstantrag auf Wohngeld stellen.

Neue Mietenstufe eingeführt

Neben der Anpassung der Wohngeldhöhe werden auch die Miethöchstbeträge angehoben und eine neue Mietenstufe VII für Haushalte in Kommunen mit besonders hohem Mietenniveau eingeführt. Schließlich unterliegt das Wohngeld künftig einer Dynamisierung. Hierdurch wird es automatisch, also ohne Erfordernis einer gesetzlichen Änderung, alle zwei Jahre an die eingetretene Entwicklung der Mietpreise und der allgemeinen Lebenshaltungskosten angepasst. Die Fortschreibung stellt sicher, dass die Leistungsfähigkeit des Wohngeldes als sozialpolitisches Instrument der Wohnungspolitik erhalten bleibt.

Das Wohngeld wird als Miet- oder Lastenzuschuss für selbstnutzende Eigentümer geleistet. Die Höhe des Wohngeldes richtet sich nach Haushaltsgröße, Einkommen und Miete oder Belastung. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau ermutigt Menschen mit geringerem Einkommen, bei ihren zuständigen Wohngeldbehörden einen eventuellen Wohngeldanspruch prüfen zu lassen. zg

In Schwetzingen sind die Ansprechpartner Karin Hemmerich, Telefon 06202/8 72 21, und Michael Wachler, Telefon 06202/8 72 38, zuständig.

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