Schwetzingen

Volkstrauertag Trotz der fehlenden öffentlichen Feier hat Bürgermeister Matthias Steffan Kränze am Friedhof niedergelegt

Menschen sollen still gedenken

Die Menschen Gedenken – aber nicht gemeinsam. In diesem Jahr wird es am Volkstrauertag, 15. November, durch die Corona-Pandemie keine öffentliche Feierstunde geben. Die Stadt Schwetzingen und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge haben sich aufgrund der aktuellen Situation gemeinsam darauf verständigt, diesen Tag in stillem Gedenken zu feiern.

Die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei und Bürgermeister Matthias Steffan haben jedoch wie gewohnt auch im Auftrag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und des Sozialverbands Deutschland Kränze niederlegt. Vor nunmehr genau hundert Jahren, im Jahre 1920, wurde der Volkstrauertag eingeführt, als Gedenktag für die Kriegstoten des Erstens Weltkriegs.

Besondere Herausforderung

„Auch wenn wir in diesem Jahr angesichts der Corona-Pandemie, steigender Infektionszahlen und mit Rücksicht auf die Gesundheit die Gedenkstunde zum Volkstrauertag nicht in der üblichen Form stattfinden lassen können, rufen wir alle Menschen in unserer Stadt zum stillen Gedenken auf. Das Jahr 2020 hat unser Land, unsere Gesellschaft, aber auch unsere Stadt vor besondere Herausforderungen gestellt. Wenn wir uns am Volkstrauertag versammeln und in Deutschland in Tausenden von Gemeinden, gemeinsam der Opfer von Verfolgung und Vernichtung gedenken, der Vertriebenen und Flüchtlinge, der Opfer des Kalten Krieges und auch der Soldaten der Bundeswehr, die im Dienst für unsere Freiheit und Menschenrechte in den vergangenen Jahren gefallen sind, dann tun wir dies, weil uns keiner dieser Menschen mehr egal ist und wir diese nicht vergessen wollen und nicht vergessen dürfen, schreibt Katja Hilbert von der Stadt. „Mit dem Volkstrauertag wollen wir als Gesellschaft für eine gewaltfreie Welt solidarisch einstehen.“

Einkehr und Besinnung

Der Volkstrauertag 2020 sollte ein Tag der Einkehr und Besinnung für uns alle sein, mit dem Blick auf das was war und auf das, was wir aktuell erleben. „Lassen Sie uns daher in Schwetzingen weiter solidarisch sein, wie auch in den vergangenen Wochen als Stadtgesellschaft vielerorts mit viel Engagement praktiziert, lassen Sie uns zusammenhalten und zusammenhelfen, dann bin ich fest davon überzeugt werden wir diese Corona-Krise weiter überstehen“, sagte Bürgermeister Matthias Steffan dazu. zg

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