Schwetzingen

Schimper-Gemeinschaftsschule Sekretärin Juliane Karrer und Lehrerin Helga Andreas gehen in den Ruhestand / Immer hilfsbereit und den Schülern zugewandt

Mit Freude und Wehmut verabschiedet

Archivartikel

Die Sommerferien haben begonnen und die Schule lehrt sich. Überall ist es ganz still. Aber nur fast, denn aus dem Lehrerzimmer dringt immer wieder Applaus. Sommerferienzeit bedeutet an der Schimper-Gemeinschaftsschule auch Zeit zum Danke sagen und Abschied nehmen. Neben fünf Lehrern, die an andere Schulen gegangen sind, verließen mit Schulsekretärin Juliane Karrer und der Lehrerin für katholische Religion, Sport und Französisch, Helga Andreas, zwei bewährte Kräfte den Schuldienst ganz. Natürlich, so Schulleiter Florian Nohl, sei dabei immer Wehmut im Spiel. Zugleich sei es jedoch immer auch ein guter Moment. Nach einem langen und abwechslungsreichen Berufsleben sei es schön, etwas mehr Zeit für die Dinge jenseits des Berufs zu haben.

Helga Andreas, aus Rheinau stammend, absolvierte in drei Jahren das Studium als Grund- und Hauptschullehrerin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Ihr Thema für die Zulassungsarbeit, so Nohl, sei übrigens die Kindheitsgeschichte Jesus bei Matthäus gewesen. Im Jahr 1978 legte sie das zweite Staatsexamen ab und war mit 24 Jahren ausgebildete Lehrerin.

Los ging es für sie dann in Künzelsau, wo sie eigens darauf hingewiesen wurde, dass körperliche Züchtigung auch „nach gewissenhafter Überlegung“ und „in maßvoller Weise“ nicht mehr erlaubt sei. Von Künzelsau ging’s nach Eppingen-Elsenz und 2008 nach Schwetzingen. In seiner kurzen Rede hob Nohl vor allem ihre Hilfsbereitschaft und stetige Zugewandtheit den Schülern gegenüber hervor. Nun, nach 46 Jahren Einsatz für und in der Schule, habe sie den Ruhestand verdient.

Im Sekretariat läuft es zusammen

Ein Satz, der auch für Juliane Karrer gilt. Nach ihrer Ausbildung als Bankkauffrau führte sie ihr Weg über mehrere Stationen im Jahr 2009 an die damalige Realschule. Dabei ließ Nohl nicht einen Moment Zweifel daran aufkommen, dass er „den größten Respekt“ vor Schulsekretärinnen hat: „Die Komplexität dieses Aufgabenfeldes ist enorm.“ Eine gute Schulsekretärin – „und Karrer war eine außerordentlich gute Schulsekretärin“ – sei ein zentrales Rädchen, in das alle anderen der Schule greifen. „Sie haben diese anspruchsvolle Arbeit immer prima hinbekommen“, so Nohl. Worte, die im prall gefüllten Lehrerzimmer mit viel Applaus und auch noch etwas Musik unterstützt wurden. Für ihre beiden Kollegen spielten die Lehrerkollegen zum einen „Je ne parle pas francais“ und zum anderen „Lady Madonna“.

Es war ein kleiner aber launiger Abschied im Lehrerzimmer der Schimper-Schule, der am Abend noch etwas launiger werden sollte. Stieg doch zum Abschied des Schuljahres 2018/2019 eine Cocktailparty.

Mit dem Ziel in Richtung einer anderen Schule verabschiedete Nohl auch noch Rolf Zimmer, Anne Kleber, Beate Ellinger, Stephanie Stegmaier und Thomas Habermann mit herzlichen Worten und den besten Wünschen für ihre Lehrerzukunft.

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