Schwetzingen

Sportflieger Wegen der Pandemie wird Pilot Gerhard Lucius in der Kontrollzone zugelassen

Mit Motorsegler in den Frankfurter Flughafen

Archivartikel

Regelmäßige Trainingsflüge mit Fluglehrer sind für alle Privatpiloten Pflicht, um fliegerische Fertigkeiten zu überprüfen und zu trainieren. Gerhard Lucius vom Sportfliegerclub Schwetzingen hat seinen Auffrischungsflug dieses Mal für eine besondere Tour genutzt: Mit einem Motorsegler des Schwetzinger Sportfliegerclubs vom Typ SF25E hat er dem Flughafen Frankfurt einen Besuch abgestattet.

Sein Fluglehrer Dennis Veit, im Hauptberuf Pilot bei der Lufthansa, schlug ihm vor, neben dem üblichen fliegerischen Programm auch einmal in die Kontrollzone des Frankfurter Flughafens einzufliegen, die sonst dem professionellen Flugverkehr vorbehalten ist – eine Freigabe ist normalerweise unwahrscheinlich. Da aber Corona-bedingt gegenwärtig nur ein Bruchteil des sonstigen Flugverkehrs stattfindet, schätzte Dennis Veit die Chance gut ein. Zuletzt war ein solcher Flug an Weihnachten 2018 für eine Formation von drei Flugzeugen des SFC Schwetzingen möglich gewesen.

Nachdem beide ihre Gesichtsmaske aufgesetzt hatten und die Checkliste durchgegangen waren, starteten sie vom Flugplatz Herrenteich bei Ketsch zu ihrem Flug. Nach den ersten gelungenen fliegerischen Manövern des Übungsprogramms ging der Flug dann nach Norden in Richtung Frankfurt. Das erste Ziel sollte der Pflichtmeldepunkt „Sierra“ des Frankfurter Flughafens in der Nähe von Groß-Gerau sein.

Parallel zur Startbahn „West“

Per Funk wurde Kontakt mit dem Fluginformationsdienst in Langen aufgenommen, der die beiden Piloten an den Tower des Frankfurter Flughafens weiterleitete. Die Lotsen im Tower erteilten die Einflugfreigabe in den kontrollierten Luftraum „D“. Kurs und Flughöhe mussten natürlich absolut exakt eingehalten werden. In einer Höhe von 400 Metern ging der Flug zuerst parallel zur Startbahn „West“ . Anschließend erfolgte sogar die Freigabe zu einem niedrigen Überflug über die Landebahn 25 L in einer Höhe von nur ein bis zwei Metern.

Landen wäre allerdings teuer geworden, denn Kleinflugzeuge bezahlen hierfür in Frankfurt um die 900 Euro. Anschließend flogen sie über den Flughafen in Richtung Nord-Ost, um auch noch einen kleinen Abstecher zur Frankfurter Skyline zu machen. Diesen Anblick genossen sie noch unter der Kontrolle der Fluglotsen, bevor sie über dem Pflichtmeldepunkt „Sierra“ die Gelegenheit hatten, den Flugplatz von der Ostseite zu betrachten. Der Übungsflug endete dann mit einer Landung am Herrenteich. zg

Info: Ein Video vom entsprechenden Flug an Weihnachten 2018 unter www.schwetzinger-zeitung.de

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