Schwetzingen

Hilda-Café Sängerinnen Rosi Goos und Martina Netzer zum ersten Mal gemeinsam / Beim nächsten Treff ist Elena Spitzner zu Gast

Mit Witz, Charme und tollen Stimmen

Archivartikel

„Heute werden Sie in den Genuss eines ganz besonderen Nachmittags kommen, denn wir haben eine Premiere parat, bei der der Punk abgeht“. Ulrich Kirchner, der Vorsitzende des Diakonievereins behielt recht mit seiner Ankündigung: Die beiden Sängerinnen Rosi Goos und Martina Netzer gestalteten und sangen beim Hilda-Café zum ersten Mal gemeinsam ein Liedprogramm und übertrafen sich mit ihren ausgezeichneten Darbietungen dabei selbst.

„Alte Liebe rostet nicht“ war das passende Motto, bei dem sich die Sängerinnen mit einem gelungenen Mix von hohem gesanglichem Können, Witz und Charme auf eine musikalisch-nostalgische Zeitreise mit hauptsächlich französischen Liedern der 1920er bis 1960er Jahren begaben. Roswitha Goos als die „Dame im Frack“ schlüpfte dabei oft in die Rolle der koketten Komikerin mit ausgesprochen androgynem Charme, der bei den über 70 Besuchern überaus humorvoll ankam.

Mal spielte sie den temperamentvollen Gigolo, dann wieder die charmante Diva. So speziell bei den Titeln „Merci mon Ami“, „La Vie en Rose“, oder „Du hast Glück bei den Frau’n, Bel Ami“. Martina Netzer glänzte mit ihrer ausdrucksvollen Stimme und ihrem dunklen Timbre, mit dem sie ihre Zuhörer in romantische, sehnsuchtsvolle Stimmungsbilder französischer Chansons entführte. So bei „L‘important, c‘est la Rose“, „J‘attendrai“, oder „Je ne regrette rien“. Immer wieder spielte sich das eingespielte Duo musikalisch humorvoll die Bälle zu.

Gesangliche Leckerbissen waren auch die Titel „Hinter den Kulissen von Paris“, sowie die berüchtigte Mausefalle „Pigalle“. Der Applaus der Zuhörer wollte nicht enden und ohne die Zugabe „Überall blühen Rosen“ von Edith Piaf durften die Künstlerinnen die Bühne nicht verlassen. Neben Komplimenten übergab Ulrich Kirchner Blumen als Präsente, und er dankte den fleißigen Damen der Freiwilligenagentur für ihren erneut tatkräftigen Einsatz. Überaus gelungen auch die gereimten Zeilen die Kirchner für die Hildacafé-Dauerbesucherin Charlotte Ell verlas. Mit ihrer in Gedichtform verfassten Lobeshymne auf das wöchentliche Hildacafè sprach sie allen Anwesenden aus der Seele.

Am Donnerstag, 6. Februar, erwartet die Besucher passend zum Frühlingsbeginn ein bunter musikalischer Strauß am Klavier mit Elena Spitzner. Mit Ihrer gewohnt humorvollen Art wird sie die Senioren zum Mitsingen und Mitschunkeln hinreißen. Gute Laune ist also Programm bei Kaffee und leckerem Kuchen.

Spendenkasse steht bereit

Alle Senioren sind eingeladen, einen kurzweiligen Nachmittag in netter Gesellschaft, bewirtet von den ehrenamtlichen Helfern der Freiwilligenagentur „Sei dabei“ zu genießen. Einlass ist ab 14.30 Uhr, um 15 Uhr beginnt das Programm wie gewohnt mit einer Begrüßung durch den Vorsitzenden Ulrich Kirchner. Das Besondere am Hildacafé ist auch, dass jeder Gast nur das bezahlt, was er kann, denn für die angebotenen Getränke und Speisen steht eine kleine Spendenkasse des Diakonievereins bereit.

Das aktuelle Programmfaltblatt für das erste Quartal 2020 liegt an der Rathauspforte, im Generationenbüro, in der Tourist-Information und in einigen Arztpraxen aus. Bei Fragen gibt der Diakonieverein unter der Telefonnummer 06202/ 92 82 14 Auskunft.

Info: Alle Termine stehen auch unter www.diakonieverein-schwetzingen.de/hildacafe.html

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