Schwetzingen

Im Interview Silke Hartmann weiß um die Schwierigkeiten

Mitarbeiter an Hotline aufstocken

Die Sorge, sich oder andere mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, ist groß in der Bevölkerung. Viele rufen daher derzeit die Hotline des Gesundheitsamtes des Rhein-Neckar-Kreises an – zu viele, denn zu erreichen sind die Mitarbeiter äußerst schwer, sodass sich die Beschwerden in den letzten Tagen häufen. Auch in der Redaktion rufen verärgerte Bürger diesbezüglich an. Silke Hartmann (Bild), Pressesprecherin des Landratsamtes, stand dazu Rede und Antwort, sicherte baldige Besserung zu und klärte im Gespräch mit der Redaktion auf, wer dort anrufen sollte und wer nicht.

Frau Hartmann, warum gibt es solche Probleme mit der Hotline?

Silke Hartmann: Dafür, dass unsere Hotline derzeit schlecht erreichbar ist, möchte ich mich bei der Bevölkerung in aller Form entschuldigen. Wir haben ein sehr großes Gebiet, das wir abdecken müssen, in dem zirka 700 000 Menschen wohnen. Wir arbeiten mit keinem Callcenter zusammen, sondern die Anrufe werden von speziell dafür geschulten, eigenen Mitarbeiter des Landratsamtes entgegengenommen, die für die Hotline freigeschaltet sind. Aktuell arbeiten 26 Mitarbeiter im Zweischichtbetrieb. Ein Telefonat jagt das andere. Zurzeit erreichen uns etwa 1400 Anrufe pro Tag, die sich auf die 13 Personen pro Schicht verteilen. Die Situation ist für das Amt neu, aber wir lernen daraus und justieren umgehend nach.

Wie genau sieht das nachjustieren aus?

Hartmann: Ich freue mich sehr, dass sehr schnell viele Mitarbeiter bereit waren, ebenfalls Hotline-Dienst zu übernehmen. Jetzt hängt es nur noch an der Technik. Unser Dienstleister muss einfach noch die zusätzlichen Leitungen freischalten. Sie arbeiten mit Hochdruck daran. Uns wurde gesagt, dass ab Freitag, 20. März, damit gerechnet werden kann.

Wer genau sollte denn nur bei der Hotline anrufen?

Hartmann: Unsere Hotline-Nummer 06221/5 22 18 81 ist nur für Personen, die grippeähnliche Symptome haben und entweder in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet waren oder Kontakt mit einer nachweislich infizierten Person hatten. Am Telefon müssen diese dann die telefonische Risikobewertung durchlaufen um dann – sollte diese positiv ausfallen – einen Zugangscode zu bekommen, um sich an Stellen wie unserem neuen Test-Drive-in in Schwetzingen testen lassen zu können. Ohne Code kann nicht getestet werden. Wer in keinem Risikogebiet war und keinen Kontakt zu Infizierten hatte und symptomfrei ist, wird dringend gebeten, die weiter unten aufgeführten Informationsmöglichkeiten zu nutzen. Auch auf der Webseite des Gesundheitsamtes ist ein Ablaufschema zur Einschätzung des Infektionsrisikos abrufbar, sollte man sich nicht sicher sein. mon/Bild: RNK

Info: www.rhein-neckar-kreis.de/start/landratsamt/coronavirus

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