Schwetzingen

Kirchenchor St. Pankratius Pfarrer Uwe Lüttinger wünscht sich Mut für den Wandel im Bistum

Mitgliederzahl bleibt stabil

Als „gut aufgestellt“ beschrieb die Vorsitzende Sigrid Oehl den Kirchenchor St. Pankratius bei der Jahreshauptversammlung im Josefshaus. Mit 65 aktiven Sängerinnen und Sängern (darunter sechs Gastsänger) verwies sie in diesem Zusammenhang auf eine stabil hohe Mitgliederzahl. Dennoch wird für die Tonlagen Bass und Tenor weiterhin Unterstützung gesucht und entsprechend geworben; eine Unterbesetzung bei diesen Männersingstimmen ist ein Umstand, der in der heutigen Zeit für eine Vielzahl von Kirchenchören gilt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Begonnen hatte der Abend mit einem vom Chor mitgestalteten Gottesdienst. Unter der Leitung von Walter Imhof führten die Sängerinnen und Sänger die Messe brève von Leo Delibes auf, ergänzt vom „Da pacem Domine“ von Melchior Franck sowie der von Audrey Snyder vertonten Antiphon „Ubi caritas“. An der Orgel begleitete Wolfram Heid.

Für die Versammlung stand zu Beginn ein Abendessen auf dem Programm. Nach Bekanntgabe diverser statistischer Zahlen war es schließlich der Vorsitzenden Sigrid Oehl ein Anliegen, Dank zu sagen. Im Besonderen wandte sie sich an den Besuchsdienst. Zu Christine Völker, Gitta Speckis, Renate Rentz, Christine Fellmann und Georg Friedrich Abel sagte sie: „Ihr seid die Verbindung zwischen den aktiven und passiven Mitgliedern, die nicht mehr regelmäßig an allen Veranstaltungen teilnehmen können.“

Pfarrer Uwe Lüttinger moderierte die Neuwahlen. Da keine weiteren Bewerber kandidierten, war der Abschluss reine Formsache. Ohne Gegenstimme wurde der Vorstand für weitere zwei Jahre bestätigt. Vorher hatte die Schriftführerin Ingrid Deutsch mit der Zusammenfassung der Aktivitäten 2019 schöne Erinnerungen geweckt. Immerhin konnte man auf über 50 Veranstaltungen zurückblicken. Der Bericht von Kassenwart Georg Friederich Abel war ohne Beanstandungen.

Pfarrer Uwe Lüttinger richtete bei seinen Worten den Fokus auf die Begriffe „Wandlung“ und „Wandel“. Als Einstieg wählte er einen Text von Lothar Zenetti, dem vor einem Jahr verstorbenen Frankfurter Theologen und Schriftsteller: „Frag hundert Katholiken, was das Wichtigste ist in der Kirche. Sie werden antworten: die Messe. Frag hundert Katholiken, was das Wichtigste ist in der Messe. Sie werden antworten: die Wandlung. Sag hundert Katholiken, dass das Wichtigste in der Kirche die Wandlung ist. Sie werden empört sein: Nein, alles soll bleiben, wie es ist.“

Mit den Worten „Das einzig Beständige ist der Wandel“ nahm Präses Uwe Lüttinger Bezug auf die für die kommenden Jahre im Bistum geplante Auflösung der vielen Seelsorgeeinheiten in 40 Großpfarreien. Die Kirche müsse wandlungsfähig und lebendig sein, um sich den Herausforderungen zu stellen, ließ er wissen. Sie dürfe nicht veraltern und erstarren. Was allerdings nicht vom Wandel berührt sei, das sei der Glaube. Er äußerte den Wunsch, Mut zu haben, sich im dreifaltigen Gott festzumachen und in diesem Sinne jeden Wandel mitzumachen.

Nach den Ehrungen für Probenbesuch gab es noch einen Ausblick auf einen viertätigen Ausflug nach Leipzig im April/Mai. zg

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