Schwetzingen

Ampelschaltung Leser Jürgen Ritter ärgert sich über zu viele Rotphasen in der Stadt

„Morgens muss ich fünf Minuten warten“

Archivartikel

Das Auto steht, der Motor läuft, die Augen blicken wie gebannt auf das rote Licht: Erst langsam erwacht die Stadt um 5 Uhr morgens aus dem Tiefschlaf. Unser Leser Jürgen Ritter ist zu dieser Uhrzeit allerdings schon unterwegs: „In keiner Stadt, und ich bin viel unterwegs, muss man an einer roten Ampel morgens kurz nach 5 Uhr fünf Minuten und länger warten“, schreibt uns Ritter seinen Frust.

Besonders auffällig findet er diesen Umstand an der Ecke Bäckerei Utz in der Carl-Theodor-Straße. „Ich komme vom Bahnhof und fahre in Richtung Stadtmitte. Die Ampel ist rot. Ich warte, vielleicht sind es auch manchmal nur vier Minuten. Aber warum morgens früh um 5 Uhr so lange?“

Wartezeit maximal 90 Sekunden

Es habe auch schon Autofahrer gegeben, die wegen der langen Rotphase über die Ampel gefahren seien, beschreibt er seine Beobachtungen. „Ich setze in so einem Fall links den Blinker und fahre durch die Marstallstraße an der Polizei vorbei. Wenn die Ampel grün ist, können übrigens auch nur ein Bus und zwei Autos fahren, dann ist meistens schon wieder rot. Die Folge sind lange Staus.“

Pascal Seidel ist Leiter des Ordnungsamtes in der Stadtverwaltung und informiert auf Nachfrage, dass im vergangenen Jahr das Bauamt neue Ampeln eingerichtet hat. „Diese sind mit neuester Technik ausgestattet, um auch den Fluss zur Zähringerstraße zu verbessern.“ Die Anlagen wurden zeitgleich zu den Markierungen der Fahrradwege erneuert. Und auch wenn ein Bus dastehe, schaltet die Ampel jetzt schneller auf Grün. Wie lange die Ampel insgesamt rot bleibe, hänge von der Tageszeit ab. „Allerdings müssen die Autofahrer maximal 90 Sekunden warten“, sagt er. Bestimmte Ampeln werden nachts außerdem ausgeschaltet – beispielsweise die am Rondell. nina

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