Schwetzingen

Karl-Wörn-Haus Förderkreis stellt neuen Leiter Lars Maurer vor / Auf der Suche nach neuen Räumen

Museum nicht in Hofapotheke

Nun kennen ihn auch die Mitglieder des Förderkreises städtische Sammlungen persönlich: Zwei Wochen nachdem Lars Maurer seitens der Stadt offiziell als neuer Leiter des Museums "Karl-Wörn-Haus" vorgestellt und eingeführt wurde (wir berichteten), bot die Förderkreis-Jahreshauptversammlung die ideale Möglichkeit, ihn auch in diesem Kreis willkommen zu heißen.

In seiner Eigenschaft als Vorsitzender setzte Oberbürgermeister Dr. René Pöltl diesen Punkt gleich an den Beginn der Versammlung. "Er setzte sich deutlich gegen etliche Mitbewerber durch, kristallisierte sich dabei als unser Wunschkandidat heraus und auch der Gemeinderat war begeistert von ihm. Auf seine herausragenden Qualitäten wurden wir schon im letzten Jahr aufmerksam, als er als studentische Hilfskraft beim ersten Band des Buches ,Schwetzingen - Geschichte(n) einer Stadt' mitwirkte". Auch beim zweiten Band, der bald veröffentlicht wird, hatte er großen Anteil.

Pöltl würdigte gleichzeitig die Arbeit von Maurers Vorgängerin Birgit Rechlin: "Sie hat sehr viel erreicht und Beachtliches geleistet für unser Museum." In Absprache mit der zeitlich verhinderten Birgit Rechlin übernahm der neue Leiter auch den Tätigkeitsbericht des letzten Jahres. Hier stachen insbesondere zwei gelungene Ausstellungen heraus, nämlich die Schau zum städtischen Jubiläumsjahr und die "Heimatfront" zum Ersten Weltkrieg.

Auch der Ausblick in die kommenden Monate ließ einige museale Leckerbissen erwarten. So die am Samstag, 7. Oktober, beginnende Ausstellung mit hochwertigen Keramikfayencen aus Lunéville, wie auch die Schau mit Werken des in Schrobenhausen geborenen und bekannten Malers Franz von Lenbach, beginnend am 22. April. Beiträge zum Spargeljubiläum, der Museumstag, der Tag des offenen Denkmals, ein "Schule-Kunst"-Projekt und die Beteiligung am städtischen Ferienprogramm lassen viel erhoffen. Sehr interessant war auch Maurers gedanklicher Ansatz, Geschichte nicht alleine im Museum darzustellen, sondern nach draußen in die Stadt zu tragen.

"Noch ist alles offen"

Schatzmeister Manfred Lutz-Jathe verkündete, der Verein sei finanziell gut aufgestellt. Im Anschluss wurde der Vorstand neu gewählt. Da alle Amtsinhaber wieder kandidierten, war dieser Punkt schnell abgehakt.

Es ist ein offenes Geheimnis in der Stadt, dass für das Museum ein neuer, zentrumsnaher Platz gesucht wird. Die Räumlichkeiten der ehemaligen "Hofapotheke", die inzwischen von der Stadt gekauft wurde, werden es definitiv nicht sein. Für die benachbarte, ehemalige Spargelannahmestelle Rohr gibt es starke gebäudetechnische Bedenken.

"Richtig angehen werden wir dieses Thema im kommenden Jahr, im Moment ist definitiv noch alles offen und überhaupt nichts entschieden", versicherte Pöltl. Fakt sei nur, dass er vom Gemeinderat zur Suche beauftragt wurde, und das Museum vor dem Hintergrund eines komplizierten, dauerhaften Feuchtigkeitsproblems im Untergeschoss das Karl-Wörn-Haus verlassen muss. rie

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel