Schwetzingen

Schwetzinger Carneval-Gesellschaft Präsident Franz Barth knöpft sich bei Vorstandssitzung hohe Politik vor / Rosi Goos singt Couplets

Nachwuchstänzer wirbeln durch Stube

Archivartikel

Wenige Tage nach dem Ordensfest der Schwetzinger Carneval-Gesellschaft (SCG), bei dem Stefan Rinklef als neuer Churfürst inthronisiert worden war, weilte Durchlaucht ohne die festliche Amtstracht bei der närrischen Vorstandssitzung im Bassermann-Vereinshaus. Präsident Peter Lemke begrüßte in der SCG-Narrenstube den Ehrenvorsitzenden Klaus-Peter Münch, den Vorsitzenden Petros Maloussidis, Oberbürgermeister Dr. René Pöltl und Bürgermeister Matthias Steffan sowie Stadträte, Edle vom Hofe, Elferräte und SCG-Ehrenmitglieder.

Die Karnevalisten präsentierten wieder ein schwungvolles Programm. Die erste Darbietung kam vom Jugend-Tanzpaar Lugina Ghizzoni und Can-Luca Weidner, die von Annemie Ramm betreut werden. Der furiose Auftritt brachte den jungen Nachwuchsstars viel Applaus ein. Beim letzten Turnier holten die beiden den ersten Platz und lösten die Fahrkarte zu den Süddeutschen Meisterschaften im nächsten Jahr.

Regelmäßig auf dem Treppchen

Der kulinarische Genuss kam auch nicht zu kurz. Das Küchenteam um Wirtschaftsminister Bernd Preißler servierte Gulasch mit Knödeln und Rotkraut. Die SCG-Frauen um Erika Butz sorgten für den Getränkenachschub. Nach dem Essen wirbelte Tanzmariechen Sarah Worae unter stürmischem Beifall durch die Narrenstube. Sie tanzt im zweiten Jahr für die SCG und steht bei Freundschaftsturnieren regelmäßig auf dem Treppchen.

Einer darf bei der närrischen Vorstandssitzung nicht fehlen. Begleitet von den Klängen des Narrhalla-Marsches stieg Franz Barth in die Bütt, um sein „Protokoll in Dur und Moll“ zu verlesen. Der Präsident des Clubs der Knöchelträger und berühmte „Katastrophenprinz“ aus Mannheim knöpfte sich wieder die hohe Politik vor. Donald Trump, Horst Seehofer und Angela Merkel bekamen ihr Fett weg. Annegret Kramp-Karrenbauer kriege ihre Partei nie in den Griff. Die Umwelthysterie werde die Welt bestimmt auch nicht retten. Die Regierung in Berlin gleiche einem zu bemitleidenden „Wrackfigurenkabinett“. Der Klimawandel als „letzte Katastrophe“ sei von den Alten gemacht worden, die Jugend wisse ohnehin alles besser.

Zum Schluss beruhigte sich der „Protokoller“ wie immer wieder: „Deshalb sag ich’s ganz ungeniert, nee nee, es is nix passiert.“ Barth und sein Knöchelträger-Beirat Jürgen Büttner verliehen, assistiert von Hannelore Geelhaar von der Frauengruppe, noch ihre Orden und forderten von den Narren dann ein dreifaches kräftiges „Ahoi“. „Die Frau im Frack“ kam ziemlich angeschickert auf die Bühne. Chansonette Rosi Goos begeisterte mit Couplets von Otto Reutter. „Alles wegn de Leut“ war zu hören und auch der gute Rat „Nehm’n Sie ’n Alten!“ kam bestens beim närrischen Publikum an.

Brigitte Schardt stieg anschließend in die Bütt und berichtete, dass Französisch für Kurpfälzer gar nicht so schwer sei. Bagage, Baguette, Portemonnaie, Trottoir und vieles mehr zeigen es. „Wir reden jeden Tag française“, meinte die frühere Französischlehrerin über die tolle Sprache des Nachbarlands. Rosi Goos entführte abschließend noch in die Welt bekannter Schlager.

Bei „Liebeskummer lohnt sich nicht“ und „Pigalle“ sangen die Narren kräftig mit. Und beim Klassiker „Que Sera Sera“ als Zugabe wurde in der Narrenstube geschunkelt. vw

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