Schwetzingen

Nähe zur AfD war damals vorhanden

Alexander Mitsch (CDU) zum Vorwurf, 120 Euro an die AFD gespendet zu haben

Journalisten haben recherchiert, dass Sie an die AfD gespendet haben. Warum?

Mitsch: Ich war in den Jahren 2014 bis 2016, zu Zeiten der „Griechenlandkrise“, von der CDU sehr enttäuscht. In Begegnungen mit Mitgliedern der damaligen „Professorenpartei“ AfD, wie mit Bernd Lucke, hatte ich von einigen Personen einen guten Eindruck und habe sogar mit dem Gedanken gespielt, beizutreten. Letztendlich blieb es bei zwei Spenden, eine von 20 Euro 2014 und eine über 100 Euro 2016.

Warum sind Sie nicht einfach dorthin gewechselt?

Mitsch: Ich habe lange mit mir gerungen, war aber dann von der Entwicklung, die die AfD nahm, zunehmend abgestoßen und bin es weiterhin. Ich stellte fest, dass zu den Vernünftigen immer mehr Radikale kamen. Am 17. Januar 2017 hielt Höcke in Dresden seine berüchtigte Brandrede. Mich hat seine Denkweise massiv geschockt, etwa als er vom „Import fremder Völkerschaften“ sprach. Danach wusste ich, dass diese Partei nicht meine Heimat sein kann. Wenige Tage danach überzeugte mich Thomas Jahn vom Konservativen Aufbruch der CSU bei einer Rede in Hockenheim davon, bei der Zusammenführung von konservativen Initiativen in der Union mitzumachen, aus der wir im März 2017 die Werte Union gründeten. Das hat mich vor einer großen Dummheit bewahrt.

Würden Sie auf Landesebene mit der AfD zusammenarbeiten?

Mitsch: Ich stehe hinter dem CDU-Beschluss, wonach es weder mit AfD noch mit der Linken Koalition oder Kooperation gibt.

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