Schwetzingen

Kreistagsfraktionen Mobilität müsse verbessert werden

Nahverkehr in der Region ausbauen

Archivartikel

Kreis.In der Geschäftsstelle des Postillions in Wilhelmsfeld führten die Fraktionsvorsitzenden Hans Zellner (Freie Wähler), Claudia Felden (FDP), Dr. Ralf Göck (SPD) und Bruno Sauerzapf (CDU) ein Informationsgespräch und einen Meinungsaustausch über den Ausbau des ÖPNV. Dabei unterbreitete der geschäftsführende Vorsitzende des Postillions Stefan Lenz Vorschläge über mögliche Verbesserungen der Mobilität im Rhein-Neckar-Kreis. Im Sommer 2018 hat der Postillion mit seinen Mitarbeitern sowie dem Berliner Planungsinstitut Iges ein Mobilitätskonzept für den Verein erstellt, heißt es in einer Pressemitteilung. Dabei ging es um die Frage, wie die Mobilität der Beschäftigten verbessert werden kann, da dies aktuell und verstärkt in Zukunft im Wettbewerb um gute Fachkräfte gerade im sozialen Erziehungsdienst ein entscheidender Baustein sein werde.

Senkung der Zugangshürden: Zu begrüßen wäre, wenn für eine befristete Zeit Firmen die Möglichkeit erhalten, für ihre Mitarbeiter ein VRN-Gesamtnetzticket zu erwerben. Dieses Ticket müsste günstiger sein, als das derzeitige beziehungsweise das sich in Planung befindlich Job-Ticket. Dieser Prozess sollte ausgewertet werden, mit der Zielrichtung, ob dadurch eine Verkehrsverlagerung vom Auto auf den öffentlichen Verkehr erfolgt.

Verbesserung der letzten Meile: Die S-Bahn Rhein-Neckar fahre nicht immer dorthin, wo die Fahrgäste hinmüssen. Daher wünsche sich die CDU, dass von den S-Bahn-Stationen aus, das Konzept VRN-Nextbike intensiv vorangetrieben werde, so dass die letzte Meile attraktiver wird, da die Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln aus Kapazitätsgründen flächendecken kaum eine Lösung darstelle.

Verstärkte Kooperation mit Stadtmobil: Um die Autodichte insgesamt zu reduzieren und den Mitarbeitern, die derzeit ihren privaten Pkw kaum benötigen, eine Alternative anzubieten, wäre ein flächendeckendes Konzept für ein verstärktes Engagement von Stadtmobil im Rhein-Neckar-Kreis zielführend.

Schaffung von Querverbindungen innerhalb des Rhein-Neckar-Kreises: Die Verkehrsbeziehungen innerhalb des Kreises seien stark auf die Städte Heidelberg und Mannheim ausgerichtet. Der Postillion sei jedoch als reiner Rhein-Neckar-Kreis-Träger darauf angewiesen, dass die Mobilität innerhalb des Kreises sichergestellt werde. Aus den Befragungen der Kollegen des Postillions lasse sich keine Aussage treffen, wo konkrete Defizite vorhanden seien, die über Einzelmeinungen hinausgehen.

Ausblick: Der Postillion werde sich stärker mit dem Mobilitätsbedürfnis von Jugendlichen beschäftigen.

Es zeichne sich insgesamt ab, so der Postillion, dass sich durch die Einwohnerzuwächse im Kreis die Verkehrssituation für Berufstätige verschlechtert habe. Der Postillion biete sich als Partner bei der Entwicklung neuer Modelle an. zg

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional