Schwetzingen

Zirkelsäle Ein Mekka für die Liebhaber von Single Malts

Nase und Gaumen sind hier gefragt

Wenn am Samstag und Sonntag, 17./18. Februar, die Zirkelsäle zur Whisky Spring öffnen, dann wird es schon bald nach Zitrusnoten, Vanille, Schokolade, reifen Waldfrüchten, Trockenpflaumen, Leder, Torf und Meersalz riechen. Zugegeben – ein wenig Alkohol ist auch dabei. Denn die Freunde von Single Malts aus Schottland, Irland und der ganzen übrigen Welt können hier mehr als 1000 verschiedene Abfüllungen riechen, kosten und schmecken.

Der Brühler Joachim Seidel (Bild: Seidel) hat wieder 40 Anbieter des „Lebenswassers“ nach Schwetzingen geholt und meldet im Vorverkauf seit gut einer Woche ausverkauft. Der Betreiber von „Joe’s Malt Shop“ rät Kurzentschlossenen, am Samstag schon zu Messebeginn um 11 Uhr da zu sein. Denn da sind die Karten besonders knapp und es gibt eine klare Regelung, dass nur eine bestimmte Anzahl von Besuchern eingelassen werden darf – da gilt dann: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ Am Sonntag (11 bis 18 Uhr) ist die Lage noch etwas entspannter.

An den Ständen gibt es neue Anbieter und die bewährten Betreiber, die von Anfang an mit am Start waren. Neu ist beispielsweise die Firma Schlumberger, die als Generalimporteur Benromach betreut, eine Speyside-Brennerei, die seit 1993 im Besitz der unabhängigen Abfüller Gordon & MacPhail ist und deren neue Brennblasen 1998 von Prinz Charles eingeweiht wurden. Auch interessant ist der aus Taiwan kommende Kavalan, den Schlumberger vertritt – und der aus Wales stammende Penderyn.

Eine tolle Messeabfüllung wird es auch wieder geben: Am Stand von Heidelberg Highlands ist ein speziell für dieses Wochenende abgefüllter Glen Moray zu haben, den es so nirgends gibt: Der zehnjährige Whisky lag neun Jahre im Bourbon-Fass und hat dann ein Finish in einem nur 70 Liter fassenden Pedro-Ximenez- Sherry-Fässchen erlebt. Gespannt darf man auch sein, was sich die deutschen und österreichischen Destillerien alles an Neuheiten haben einfallen lassen.

Klar, dass auch Rudi Müller von Spirituosen Futterer wieder mit einem großen Stand am Start ist. Er deckt die gesamte Range von Aberlour, Glenmorangie, Glenlivet und Ardbeg ab und hat versprochen, auch wieder ein paar Schätzchen aus der Kammer zu holen, die es auf dem Markt kaum mehr gibt, so zum Beispiel den Ardbeg 1977, den man hier mal probieren kann, für den im Internet pro Flasche schnell mal 2000 Euro aufgerufen werden. Und natürlich hat er seine inzwischen 15 eigenen exklusiven Abfüllungen am Start. Erst vor 14 Tagen hat Müller den „Islay meets Nicaragua“ auf die Flasche gezogen. Da hat er einen sehr guten torfigen Islay Whisky für 14 Monate in ein Fass gelegt, in dem vorher Nicaragua-Rum lag – natürlich in Fassstärke mit 58,5 Prozent.

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