Schwetzingen

Verkehrsführung Hinweistafel stellt bei der Demontage noch einmal ihre gewaltigen Ausmaße unter Beweis / Mast bleibt stehen

Neue Schilder am Rondell

Was tut sich denn da am Rondell? Bürger kamen gestern nicht aus dem Staunen raus. Immerhin: Sechseinhalb Jahre nach der Freigabe der B 535 werden jetzt die Verkehrsschilder angepasst. Bürger unkten schon lange über die veraltete Auszeichnung der Verkehrsführung und auch unsere Zeitung berichtete immer wieder darüber.

Nun ist es also soweit - die überörtliche Beschilderung wird angepasst und die Ausweisung zur B 36 verschwindet, bestätigt auf Anfrage unserer Zeitung die Verwaltung. Die Kosten dafür liegen bei insgesamt 27 000 Euro, der Rhein-Neckar-Kreis trägt davon 16 000 Euro.

"Rostige Stele" grüßt

Während in Mannheim der "Tanzende Riese" die in die Stadt Einfahrenden begrüßt, wird es künftig in Schwetzingen die "Rostige Stele" sein. Gestern wurde von einem Bautrupp im Auftrag des Regierungspräsidiums nämlich das rund 40 Quadratmeter große Verkehrsschild direkt im Rondell abmontiert. Dabei staunte so mancher Passant nicht schlecht über das gewaltige Ausmaß des Schildes, das bislang eher nicht aufgefallen waren. "Die Breite des gelborangefarbenen Schildes allein beträgt elf Meter", erklärt einer der Bauarbeiter auf Nachfrage.

Übrig blieb ein "Galgen", der aus dem senkrechten Masten und dem quer darauf montierten Metallträger bestand. Letzterer wurde allerdings im Verlauf des Vormittags entfernt. Dazu war neben einem Fahrzeug mit entsprechender Hebebühne ein mobiler Kranwagen notwendig, der den Balken solange an seiner Stelle hielt, bis die letzte Verbindungsschraube gelöst war.

Diese letzte der gut 20 Schrauben hatte es allerdings in sich, denn sie war derart festgerostet, dass nur noch ein Trennschleifer funkensprühend für eine Lösung des Problems sorgen konnte.

Als der lange Querbalken dann langsam seinen seit vielen Jahren angestammten Platz verließ und vorsichtig Richtung Boden schwebte, war von den Mitarbeitern des Unternehmens vorsorglich der Verkehr an der viel befahrenen Verkehrsachse gestoppt worden.

Autofahrer sind uneinsichtig

Doch mancher Autofahrer ließ sich durch die Handzeichen und Zurufe der Arbeiter einfach nicht aus dem Konzept bringen, sondern versuchte rücksichtslos, seinen geplanten Weg - nun halt im Slalom um den Bautrupp - fortzusetzen. Erst auf den letzten Metern vor dem eigentlichen Gefahrenbereich konnten auch diese uneinsichtigen Fahrer gestoppt werden.

Nach gut zwei Stunden war die gesamte Baumaßnahme, die zugleich den Schlusspunkt der neuen Beschilderung bildete, beendet. Nur der rostige Mast reckte sich noch als gewaltiges Relikt längst vergangener Verkehrsregelungen gen Himmel.

"Bleibt das so?", wollten Fußgänger wissen, die zufällig am Rondell vorbeikamen. Ein Schulterzucken der Bauarbeiter war die nonverbale Antwort, die mit einem "wir haben gesagt bekommen, dass der Mast bleibt" ergänzt wurde.

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