Schwetzingen

Carl-Theodor- und Erhart-Schott-Schule Sanitätsdienst startet / Jugendliche sind für Hilfe im Notfall ausgebildet und über Walkie-Talkies erreichbar

Neue Schulsanitäter machen das Leben ein Stück weit sicherer

Ausgerutscht, an Papier geschnitten, mit dem Stift gepikst, den Kopf gestoßen – im Schulalltag kommt es immer wieder zu kleineren Verletzungen, welche begutachtet und versorgt werden müssen. Seit Kurzem übernehmen dies an Carl-Theodor- (CTS) und Erhart-Schott-Schule (ESS) die Jugendlichen selbst.

17 Schüler der zehnten und elften Klassen haben sich in einer Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Florian Pusch, Ines Dittgen (beide CTS) und Reinhard Hauser (ESS) zu Schulsanitätern ausbilden lassen. Die Ausbildung fand in den regelmäßigen AG-Stunden sowie an zwei Wochenenden statt und wurde von Christian Hertrampf von den Maltesern geleitet.

Drei Helfer sind stets im Dienst

Erste Hilfe, Neurologie, Trauma, Abdomen, sonstige Notfälle und der Eigenschutz sind nur einige Themen, mit denen sich die Jugendlichen auseinandergesetzt haben und die sie auch für die schriftliche und praktische Abschlussprüfung parat haben müssen. Jedoch gerade der medizinische Hintergrund habe die Schüler an der Tätigkeit gereizt, erklärten die AG-Leiter. Seit die 13 Schulsanitäter der CTS und die vier der ESS ihre Arbeit aufgenommen haben, sind im wöchentlichen Wechsel jeweils drei von ihnen im Dienst und führen nicht ohne Stolz im Unterricht ihre Walkie-Talkies mit, um jederzeit erreichbar zu sein. Über diese können sie im Bedarfsfall vom Sekretariat angefordert werden und dürfen dann das Klassenzimmer unmittelbar verlassen, um ihren Mitschülern zu Hilfe zu kommen und eine Erstversorgung zu übernehmen.

Mit Bravour gemeistert

Der Schulsanitätsdienst leiste einen enormen Beitrag für die Sicherheit aller am Schulleben beteiligten Menschen und fördere das soziale Lernen, die Handlungskompetenz und die Persönlichkeitsentwicklung der teilnehmenden Jugendlichen, hieß es vonseiten der Malteser.

Auch CTS-Lehrer Florian Pusch wusste dies zu bestätigen: Die ausgebildeten Jugendlichen seien bereits mehrfach – zum Glück nur bei kleineren Problemen – angefordert worden und hätten sich trotz einer gewissen Nervosität während ihrer ersten Einsätze den medizinischen Herausforderungen und Aufgaben gestellt und diese mit Bravour gemeistert. zg

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