Schwetzingen

Standesamtstatistik 831 Babys kommen hier zur Welt / Nur 14 Prozent der Mütter aus der Stadt

Neuer Geburtenhöchststand

Archivartikel

Beim Blick auf die Standesamtsstatistik für 2019 sticht – wie schon in den Vorjahren – eine Zahl besonders heraus: die Geburtenzahl. In Schwetzingen wurden im vergangenen Jahr 831 Geburten (2018 waren es noch 765 Geburten) beurkundet. Das ist nach dem bisherigen Höchststand von 1991 mit damals 910 Geburten ein neuer Rekord, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.

In absoluten Zahlen ausgedrückt heißt das: 831 Geburten (411 Jungen (49 Prozent), 420 Mädchen (51 Prozent) wurden 2019 beim Standesamt Schwetzingen beurkundet. Allerdings wohnten nur bei 14 Prozent der Geburten die Mütter auch in Schwetzingen. Die hohe Zahl der Geburten ist damit zu 86 Prozent Geburten aus dem Umland geschuldet. Die meisten Kinder kamen ehelich zur Welt. Der Anteil der Mütter, die bei Geburt nicht verheiratet waren, liegt bei 23 Prozent.

Lina und Finn am beliebtesten

Im Jahr 2019 stießen Lina und Finn die Vorjahresspitzenreiter Clara/ Helena und Paul vom Thron der beliebtesten Vornamen. Bei den Mädchen waren die häufigsten Namen demnach Lina (8), Emilia (7) und Mila (7), Ella, Leni und Mia (je 6), Hannah, Lena und Marla (je 5). Bei den Jungen belegen die ersten Plätze Finn (9), Felix (8), David und Lukas (je 7), Tim (6) sowie Elias, Henry, Jan und Leon (je 5).

Der Vorjahresspitzenreiter Paul landete 2019 abgeschlagen auf dem 23. Rang. Clara und Helena schafften es 2019 nicht einmal mehr in die Top-30. Dafür eroberte sich Greta Rang elf.

Über die Hälfte der Kinder bekam bei Geburt nur einen Vornamen (475). 356 Kinder wurden zwei oder mehr Vornamen ins Stammbuch eingetragen. Beliebteste zweite Vornamen bei den Mädchen waren wie schon 2018 Sophie und Marie, bei den Jungen Samuel und Alexander.

Mehr Kirchenaustritte

Weiter weist die Statistik die Zahl der Kirchenaustritte aus. Diese erhöhte sich im Jahr 2019 wieder deutlich auf 222 (2018: 171).

141-mal (2019: 153-mal) wurde der Bund der Ehe in Schwetzingen geschlossen, wobei die Zahl der Ehepartner, die nach der Auflösung einer Vorehe erneut vor den Traualtar treten inzwischen rund 39 Prozent der Eheschließungen ausmacht. Mit 20 Trauungen war der Juni der beliebteste Traumonat, am unbeliebtesten war der Januar mit nur einer Trauung. Der beliebteste Tag für die standesamtliche Trauung ist und bleibt der Freitag mit 86 Trauungen. Aber auch die Samstagstrauungen im Trausaal (30) und in der Schlosskapelle (21) sind bei den Heiratswilligen beliebt.

Ältester Bräutigam ist 70 Jahre alt

Wie immer zog es auch auswärtige Paare zur Hochzeit nach Schwetzingen: 2019 waren dies 39 Paare, also knapp ein Drittel der Trauungen. Die Paare kamen vorwiegend aus der näheren Umgebung aber auch von weiter her wie etwa aus Bad Wimpfen, Mainz und Hamburg. Etwas weniger Schwetzinger Paare (33) wählten jedoch einen anderen Ort außerhalb Schwetzingens für ihren „schönsten Tag im Leben“.

Eher traditionell sind die Schwetzinger Paare bei der Wahl des Nachnamens. Für einen gemeinsamen Ehenamen entschieden sich 84 Prozent der Paare (hiervon wiederum 92 Prozent für den Namen des Mannes, zehn Prozent davon für einen Doppelnamen, immerhin acht Prozent nahmen den Namen der Frau als Ehenamen an). 22 Paare behielten die getrennte Namensführung bei.

Der älteste Bräutigam war bei Eheschließung übrigens 70, die älteste Braut 65 Jahre alt, teilt die Pressestelle des Rathauses noch mit. zg

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