Schwetzingen

Werte Union Wähler von der AfD und den Grünen zurückholen

„Nicht in einen Topf werfen“

Archivartikel

Auf einen Leserbrief von Helmut Mehrer in unserer Zeitung hat jetzt der Kreisvorsitzende der Werte Union Rhein-Neckar, Nicolas Stojek, reagiert. Er macht an diesem Brief „eine nervöse Grundstimmung“ in Deutschland fest und schreibt: „In dem Brief war von Voll-Rechten und Halb-Rechten von Pegida, AfD und Werte Union die Rede. Um dem falschen Eindruck zu begegnen, dass die Werte Union sich in Gesellschaft von Pegida und AfD wohlfühlt, scheint es mir nötig klarzustellen, welchen Zweck die Werte Union verfolgt“, so Nicolas Stojek.

2017 habe sich die Werte Union gegründet – damals als Freiheitlich-Konservativer Aufbruch – um die Kräfte zu bündeln, die sich in der CDU-Politik der letzten anderthalb Jahrzehnte nicht ausreichend repräsentiert sahen. „Befremden herrschte vor allem bezüglich der Entscheidungen der GroKo, den Grenzschutz 2015 zeitweise komplett einzustellen, eine planwirtschaftliche Währungspolitik zu betreiben, die Wehrpflicht auszusetzen und die Grundlastversorgung des Industriestandorts Deutschland durch eine übereilte planwirtschaftlich vorangetriebene Energiewende zu gefährden.“

Von den hausgemachten Herausforderungen, die die derzeitige Regierung mit ausbaufähiger Performance nun angehen müsse, profitierten leider im Schwerpunkt die Alternative für Deutschland und Bündnis 90/Die Grünen. Diese beiden Parteien hätten die klarsten Profile, welche sie sich auch mittels populistischer Agitation erarbeiteten, schreibt Stojek weiter. Die CDU als letzte verbliebene Volkspartei wisse auf den massiven Verlust an Wählervertrauen bisher nichts Erfolgreiches zu antworten. Deshalb sei es Ziel und Anspruch der Werte Union, die Seele der CDU wiederzubeleben.

Kontroverse, aber sachliche Auseinandersetzungen um wichtige Themen seien ihr Mittel, um die CDU zu stärken und die zu AfD und Grünen abgewanderten Wähler zurückzugewinnen. „Wir glauben, dass eine freiheitliche Wirtschaftspolitik, Steuerentlastungen, mehr Sicherheit und eine Begrenzung der Einwanderung eine deutlich größere Rolle in der CDU-Politik spielen sollten.“

Nach dem Verständnis der Werte Union müsse die CDU nicht rechter, sondern breiter und profilierter werden. Es sei daher nur konsequent, wenn der Bundesvorsitzende der Werte Union, Alexander Mitsch, nun für den Landtag kandidieren wolle. Als Gesicht der Liberalkonservativen in der Union könne er der CDU die thematische Breite und das scharfe Profil zurückgeben. Stojek kündigt an, Mitsch zu unterstützen. zg/jüg

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