Schwetzingen

SFW Mit 20 Ferienkindern im Karlsruher Naturkundemuseum

Nicht nur tropische Fische ziehen die Blicke auf sich

„Weißt du, womit das Eichhörnchen das Gleichgewicht hält, wenn es geschickt von Ast zu Ast springt? Und wie heißt die große Katze mit den Pinselohren, die der Mensch einst in Deutschland ausrottete, jetzt aber wieder vereinzelt in unseren Wäldern lebt?“ – Das waren zwei der Fragen, deren Lösung es bei einer Waldtier-Rallye im Karlsruher Naturkundemuseum zu finden galt. Zwanzig Kinder im Alter zwischen sieben und zehn Jahren erkundeten begeistert die Ausstellungsräume des Museums in der badischen Residenzstadt. Die Schwetzinger Freien Wähler (SFW) hatten den Ausflug innerhalb des städtischen Ferienprogramms organisiert.

Busfahrer Salvatore brachte die muntere Gruppe sicher nach Karlsruhe. Zwei pädagogische Mitarbeiterinnen des Museums machten die Kinder zunächst mit dem Projekt „Tiere im Wald“ vertraut. Felle von Heidschnucke und Wildschwein durften gestreichelt werden, bevor es daran ging, die Fragen der Waldtier-Rallye zu beantworten.

Dass Eichhörnchen mit ihrem buschigen Schwanz das Gleichgewicht halten und Luchse wieder bei uns heimisch geworden sind, gehörte zu den leichteren Aufgaben. Schwieriger war es schon, die Schädelknochen von Dachs und Fuchs richtig zuzuordnen oder Grün-, Schwarz- und Buntspecht anhand ihrer Stimmen zu erkennen. Unter der charmanten Anleitung der Museumsmitarbeiterinnen gelang es aber allen Kindern, die richtigen Antworten zu finden.

Verzückt über Quallen

Nach einer Stärkung, die Organisatorin Ursula Lenz mitgebracht hatte, blieb genügend Zeit, andere Ausstellungsräume zu erkunden. Besonders die exotische Tierwelt im Vivariumsbereich zog die Kinder in ihren Bann. Hier bestaunten sie farbenprächtige Fische aus den Tropen in großen Aquarien, in denen sogar Schwarzspitzenriffhaie herumschwammen. Und während Begegnungen mit Quallen im Urlaub normalerweise wenig Sympathie auslösen, ließ sich in einem speziell gestalteten Quallenkreisel die anmutige Seite dieser fragilen Schönheiten bewundern.

Wie kurzweilig ein Museumsbesuch sein kann, wenn das pädagogische Konzept stimmt, zeigte sich auch daran, dass einige der Kinder selbst nach vier Stunden kaum das Museum verlassen wollten. zg

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