Schwetzingen

Nur eine Kleinigkeit

Archivartikel

Janina Hardung ist schon total im Geschenkewahn

Wir fiebern der Normalität schon entgegen – unterm Weihnachtsbaum wollen wir sie nach dem tristen November finden. Denkt man nun ans kommende Fest, stellen sich die gleichen Fragen, wie auch schon die Jahre zuvor. Schön, oder? Eine davon: Was schenke ich wem?

Einer der Satzbeispiele auf der Duden-Webseite für die Wortbedeutung „schenken“ ist übrigens: „Wir schenken uns dieses Jahr nichts.“ Da stellen sich direkt die Härchen auf den Unterarmen auf. Ein Schauer läuft über den Rücken. Nein, nein, bitte nicht schon wieder. Viel schlimmer als ein ausgesprochener Wunsch ist nämlich dieser unausgesprochene, bei dem niemand so ganz sicher weiß: Na, schenken wir uns jetzt wirklich nichts, oder doch? Nur eine Kleinigkeit vielleicht? Aber wie klein?

Ähnlich interessant wird es beim Wichteln. Sobald „Last Christmas“ das erste Mal im Radio abgenudelt wird, ist man auch schon in (mindestens einer) Wichtelgruppe. Entweder weiß man gar nicht, für wen das Geschenk letztendlich bestimmt ist – oder der Beschenkte wurde ausgelost, aber so richtig kennt man sich ja gar nicht. Was kommt also in der Preisspanne zwischen 5 und 10 Euro in Frage? Socken? Flaschenöffner? Kerzen? Vielleicht irgendwas für die Küche? Auf jeden Fall ein Geschenk, das auch ein bisschen nützlich ist und jeder gebrauchen kann.

Diese Art von Normalität ist doch auch irgendwie erfrischend – nach diesem schrägen Jahr und besonders in diesem Monat. Und im Zweifel bekommt man dann einfach einen Kalender mit hilfreichen Sprüchen für das kommende Jahr geschenkt. Auf dass es besser wird.

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