Schwetzingen

Ordnungsamtsleiter Pascal Seidel: Anwohner haben ein Recht auf Ruhe

Archivartikel

Nach der Kontrolltour über die Spielplätze der Stadt treffe ich mich mit Ordnungsamtsleiter Pascal Seidel. Er verweist auf die „Satzung über die Benutzung der öffentlichen Kinderspielplätze“. Spielplätze, die weniger als 50 Meter von der Wohnbebauung entfernt sind, dürfen in der Zeit von 20 bis 8 Uhr nicht benutzt werden, heißt es.

Gerade jetzt im Sommer, wenn die Anwohner abends ihre Fenster geöffnet haben, sei das Thema Lärm besonders aktuell, meint Seidel. „Probleme haben wir öfters mit dem Spielplatz im Quartier Dreikönig, der sehr nahe an der Bebauung ist. Die Benutzungszeiten gehen auch dort nur bis 20 Uhr, das sollte beachtet werden. Eine Anwohnerin ist hier ehrenamtlich tätig und schließt abends ab. Sie muss sich allerhand anhören, ihr ist schon mehrmals das Unverständnis der Eltern entgegengebracht worden.“

Der Ordnungsamtsleiter möchte dafür sensibilisieren, die Interessen der Anwohner zu berücksichtigen: „Die haben ein Recht auf Ruhe.“ Den Spielplatz nicht zu räumen, bleibt eine Ordnungswidrigkeit. Wenn die Polizei gerufen wird, kommt es zur Anzeige. Dann erhalten die Verursacher Post von der Bußgeldstelle. Ein Verstoß gegen die Spielplatzsatzung bezüglich der Benutzungszeiten kostet übrigens 35 Euro.

Ansonsten gebe es nur vereinzelt Probleme, berichtet Seidel. Auf manchen Spielplätzen vor allem durch Jugendliche. „Wenn die sich benehmen und es keine Auswirkungen auf die Umwelt hat, die Nachbarn sich nicht gestört fühlen und kein Alkohol und keine Zigaretten konsumiert werden, ist das auch nicht weiter schlimm. Wenn aber morgens die Eltern mit ihren Kindern auf den Spielplatz kommen und dort Glasscherben vorfinden, geht das gar nicht.“ Genauso wenig könne er verstehen, wenn Eltern auf dem Spielplatz oder im Schwimmbad am Planschbecken direkt neben ihren Kindern rauchen. vw

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