Schwetzingen

Ostfriesen sind die Tee-Profis

Caspar Oesterreich weiß, was „Kluntje“ und „Wulkje“ sind

Es gibt ihn in Grün oder in Schwarz, aus Pfefferminzblättern, Hagebutten, Kamilleblüten oder Brennnesseln (um nur einige zu nennen) – einfach nur aufgebrüht oder wahlweise mit Zucker oder Milch verfeinert. Und manchmal sogar mit einem Schuss Hochprozentigem. Die Variationen, in denen man Tee genießen kann, scheinen unerschöpflich. Da ist es gar nicht so leicht sich zu entscheiden, in welcher Geschmacksrichtung einen das Heißgetränk bei den kalten Temperaturen wärmen soll.

Vielleicht sollte ich mir mal einen Expertentipp in Norddeutschland holen: Denn mit 300 Litern pro Jahr trinken die Ostfriesen im weltweiten Vergleich am meisten Tee und liegen noch vor den Spitzenreitern Türkei (283 Liter), Afghanistan (279) und Libyen (275). Der gesamtdeutsche Durchschnitt fällt mit knapp 28 Litern pro Jahr dagegen noch sehr mickrig aus.

An der Küste würde man mir raten, erst den „Kluntje“, also den Kandiszucker, in die Tasse zu geben und dann mit einer frisch aufgebrühten und herben Ostfriesenmischung zu übergießen. Verfeinert wird der Tee dann noch mit der „Wulkje“, einem Klecks Sahne. Ganz wichtig: Umrühren ist verboten, denn zunächst soll es cremig, dann herb und erst ganz am Ende süß schmecken.

 
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