Schwetzingen

Nachruf Bedeutender Künstler und Museumsgründer gestorben

Otto Mindhoff bleibt uns in seinen Farben

Archivartikel

„In Würde zu Altern ist eine Kunst – Otto Mindhoff (Bild) altert jedoch vor allem mit einer großen Portion Gelassenheit.“ So hatte ein Text begonnen, der vor zwei Jahren zum 85. Geburtstag des wohl bedeutendsten Schwetzinger Künstlers und Gründers eines eigenen Museums in der SZ erschienen war. Jetzt ist er im Alter von 87 Jahren verstorben. „Otto Mindhoff und Heinz Friedrich bringen sich seit Jahrzehnten in die Schwetzinger Kulturszene ein und haben diese wesentlich geprägt. Sie haben eine große Präsenz im Stadtbild“, sagte OB Dr. René Pöltl damals bei seiner Ansprache. Leider sind nun beide den Weg alles Irdischen gegangen, aber ihre Kunst wird uns bleiben.

Otto Mindhoff wurde vor allem durch seine Technoiden bekannt. „Als der Schwarz-Weiß-Fernseher eingeführt wurde, hat Otto bereits vorausgesehen, dass die Menschen irgendwann von Technik bestimmt sein werden. Er wusste, sie werden gewissermaßen zu Robotern“, hatte seine Gattin Gudrun „Ju“ gerne erklärt. Sie hatte ihn an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe kennengelernt. Wenige Jahre später zog das Paar nach Schwetzingen, hat sich hier eine regelrechte Kunst-Oase aufgebaut. Im „Xylon-Museum + Werkstätten“ verbanden sie Wohnen und Arbeiten. Hier gab es dieses Jahr auch nochmals eine große Ausstellung mit seinen Werken. „Gut, dass wir das gemacht haben“, sagt sein Sohn Magnus. jüg/ArchivBild: Schindelbeck

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