Schwetzingen

CDU-Seniorenunion Ein Blick auf Möglichkeiten der Digitalisierung / Chance und Risiko zugleich

Passgenau ausdrucken statt lagern

Archivartikel

Einen interessanten und aufschlussreichen Vortrag unter dem Titel „Digitalisierung und künstliche Intelligenz – Bedrohung oder Chance“ bekamen die Mitglieder der CDU-Seniorenunion bei ihrer monatlichen Zusammenkunft zu hören. Der Vorsitzende Walter Imhof freute sich über viele Gäste in der „Weinstube“ des „Grünen Baumes“, die Moderator Ingolf Prüfer (Personaldirektor a.D. und Gemeinderatskandidat), aufmerksam lauschten. Prüfer wurde von Markus Bürger, Studiendirektor an der Ehrhart-Schott-Schule und ebenfalls Gemeinderatskandidat unterstützt.

An den Beginn seines Vortrags stellte Prüfer einige Schlagworte wie Industrie 4.0 mit Digitalisierung, 3-D-Druck und künstliche Intelligenz. Industrie 4.0 ist eine Fortsetzung der Industrieentwicklungen seit Ende des 18. Jahrhunderts und beinhaltet nach Mechanisierung, Elektrifizierung und Automatisierung die Vernetzung auf Basis vom Cyber-Physical-System. Digitale Verknüpfungen von Maschinen, Mitarbeitern, Kunden mit Mobilität, Logistik, Ressourcen und Energieversorgung wurden an Beispielen der Industrie und Landwirtschaft anschaulich dargestellt. Der 3-D-Drucker erleichtert zum Beispiel die Herstellung von Ersatzteilen, Gehäusen, Brillengestellen und Turnschuhen. Diese Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten erstaunte die Zuhörer.

Daher war es gut, dass Markus Bürger einige Beispiele mitgebracht hatte, die das Gesagte unterstützten und die Anwesenden anschauliches Material aus dem 3-D-Drucker in den Händen halten konnten. Sogar eine zwölf Meter lange Brücke aus dem 3-D-Drucker wurde kürzlich in Amsterdam vorgestellt. Prüfer prognostizierte, dass durch den 3-D-Drucker heute noch übliche Lagerbestände bald der Vergangenheit angehören und dadurch weniger Lagerkapazität gebraucht wird. Das Reparaturteil wird bestellt und mit dem 3-D-Drucker passgerecht hergestellt.

Im weiteren Vortrag ging Prüfer auch auf die Tatsache ein, dass Millionen von Daten unter anderem durch „Google“ gesammelt und ausgewertet werden, der gläserne Kunde immer näher rückt. Auch die Cyber-Kriminalität nimmt zu, um an Daten zu kommen. Das automatisierte Fahren etwa wirft zudem rechtliche und ethische Fragen auf, die in der sich anschließenden Diskussion zur Sprache kamen. Ist diese Entwicklung mehr Bedrohung oder Chance? Der Referent sieht wie bei jeder zukünftigen neuen Entwicklung beides. Abschließend kann hier noch kein Urteil abgegeben werden, zumindest konnten durch diesen Vortrag die Anwesenden Neues mit nach Hause nehmen, obwohl auch manche Ängste blieben.

Der nächste Vortrag findet am Mittwoch, 20. März, zum Thema „Parkraumbewirtschaftung in Schwetzingen“ statt. im/zg

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