Schwetzingen

Alte Wollfabrik Tribute-Formation spielt zwei Abende in Folge vor ausverkauftem Haus / Hits von Genesis leben neu auf

„Phil“ lässt Kulturtempel beben

Archivartikel

Das Jahr ist noch nicht zu Ende. Noch sind es ein paar Stunden bis zum finalen Donnerschlag für 2017 am 31. Dezember um Mitternacht. Aber wie sich dieser anfühlen und vor allem anhören könnte, wurde an den beiden vergangenen Abenden in der Alten Wollfabrik schon einmal vorgemacht – und zwar mit der Phil- Collins-Tribute-Formation „Phil“ auf fantastischem Niveau!

Ein Jahr, das solch ein musikalisches Ausrufezeichen bekommt, kann aller „Trumps“ zum Trotz nicht ganz mies gewesen sein. Es war großartige Musik, die von der Truppe um den Sänger Jürgen Mayer sensationell präsentiert wurde. Viel weiter geht es im Musikhimmel wahrlich nicht nach oben.

Hohe Erwartungen erfüllt

Die Truppe war nicht das erste Mal in der kurfürstlichen Residenz. Schon mehrfach zündete sie musikalische Feuerwerke und verwandelte die Alte Wollfabrik in einen musikalischen Hexenkessel. Und so waren die Erwartungen auch dementsprechend hoch. Erwartungen, die mehr als einfach nur übertroffen wurden. Gefühlt ging der Begeisterungspegel noch ein wenig über das gewohnte Niveau hinaus. Der kleine Kulturtempel glich einem Musik-Dorado mit enorm hohem Glücksindex. Verantwortlich dafür waren neben dem immer wieder verblüffenden Phil-Collins-Double Jürgen Mayer auch Kurt Meister (Bass), Alexander lang (Gitarre), Frank Stolzenthaler (Percussion), Bernd Schubach (Schlagzeug), Matthias Engel (Keyboard), Marco Vincenzi (Saxofon), Ray Denzel (Posaune) und Thomas Sturm (Trompete) sowie die Backgroundsängerinnen Simone Weber und Lalena Katz. Die Art, wie sie die Lieder des großen englischen Sängers aus seiner Zeit bei Genesis und als Solist interpretierten, sorgte in gleichen Teilen für Gänsehaut und kollektive Begeisterung. Von „Easy Lover“ und „Another day in paradise“ über „One more night“ bis zu dem vibrierenden „In the air tonight“ war alles dabei, was große aber auch kleine Phil-Collins-Fans aus der Reserve lockt.

Bei dieser Musik ist still sitzen schlichtweg unmöglich. Die Titel gehen über das Ohr direkt ins Blut und verfehlen ihre Wirkung nicht. Die ganze Wollfabrik war nur noch Musik und Rhythmus.

„Phil“, das bestätigte sich hier einmal mehr, ist deutlich mehr als nur eine Kopie. Nicht umsonst em-pfiehlt selbst Phil Collins höchstpersönlich den Besuch einer dieser Tribute-Nächte. Dieser Empfehlung kann sich unsere Zeitung nur anschließen.

Info: Ein Video vermittelt den Live-Eindruck der Band unter www.schwetzinger-zeitung.de

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