Schwetzingen

Kurpfälzer Fasnachtszug 65. Auflage startet am Faschingsdienstag um 15 Uhr / Bislang 75 Teilnehmer gemeldet / Neue Sicherheitsvorkehrungen

Platzverweis für Störenfriede

Archivartikel

Der Kurpfälzer Fasnachtszug bildet immer den Abschluss der närrischen Tage in Schwetzingen. Die 65. Auflage startet am Faschingsdienstag um 15 Uhr in der Lindenstraße – bis gestern waren 75 Zugnummern gemeldet. Das Wetter könnte allerdings etwas unbeständig werden. „Es sind in etwa so viele Teilnehmer wie im vergangenen Jahr“, teilt Zugmarschallin Sibylle Karle mit. Zehn Karnevalsgesellschaften sind mit von der Partie, allerdings nur noch fünf Musikkapellen – aus Waibstadt, Heddesheim, Neckarzimmern, Helmstadt-Bargen und Speyer.

Der Zugweg bleibt wegen der Baustellen wie im Vorjahr, die Parade biegt also am Schlossplatz in die Carl-Theodor-Straße ein, dann über die Brücke Richtung Norden und endet in der im nördlichen Teil der Friedrich-Ebert-Straße (Bäckerei Görtz), weil die Walther-Rathenau-Straße wegen des Großbauprojekts gesperrt ist.

Ein großes Thema ist die Sicherheit, wobei Stadt und Polizei hier nach den Vorfällen aus dem Vorjahr und jüngst beim Plankstadter Umzug (wir berichteten) weitere Maßnahmen getroffen haben. So wird zum Beispiel der Bereich vor dem Lutherhaus mittels Bauzäunen gesperrt, ebenso der Durchgangsbereich zwischen Schlossplatz, Dreikönigstraße und Fußgängerzone. Zudem wurde das Personal des Sicherheitsdienstes mehr als verdoppelt. Darüber hinaus wurden Personen, die 2018 polizeilich erfasst und angezeigt wurden, angeschrieben, um für ein friedliches, sicheres und fröhliches Miteinander zu werben, teilt die Stadtverwaltung mit. Es sei auch kein Verbot, sondern lediglich eine „nette Bitte“, sich bei der Teilnahme an gewisse Verhaltensregeln zu halten.

Es gibt Aufenthaltsverbote

Für einen gewissen Personenkreis seien allerdings – unter Abwägung aller Rechtsgüter – Aufenthaltsverbote für den Schwetzinger Umzug verfügt worden. Die Betroffenen dürfen sich am Fasnachtsdienstag in der Zeit von 12 bis 24 Uhr nicht im Bereich der Zugstrecke sowie im Bereich der Bahnhofsanlage aufhalten. „Wir erachten dies als notwendig, um den 30 000 bis 40 000 friedlichen Besuchern – denn dies tritt im Nachgang zum Umzug manchmal in den Hintergrund, die einen schönen Tag verbringen und friedlich feiern möchten, aber auch den eingesetzten Polizeibeamten, Mitarbeitern des Ordnungsamtes und des privaten Sicherheitsdienstes sowie den Ehren- und Hauptamtlichen des DRK, diesen Tag zu ermöglichen“, heißt es weiter.

Der überwiegende Teil des närrischen Publikums darf sich aber auf einen buten Zug freuen, zu dem auch wieder zahlreichen Fußgruppen und Wagen gehören werden. Zuletzt haben die Saalbachhexen gemeldet, eine tolle Narrenzunft aus Bruchsal. Sie fehlen allerdings im Programm, das am morgigen Dienstag unserer Zeitung beiliegt und auch am Zugweg verteilt wird. Aufgrund eines ganz kurzfristigen Druckereiproblems, das in Nachtarbeit gelöst werden musste, haben sich ein paar kleine Fehler eingeschlichen. „Das war leider nicht zu vermeiden“, entschuldigt sich das veranstaltende Fasnachtszug-Komitee. Es war auch zu spät, um zwei Änderungen bei den Preisrichtern vorzunehmen. Unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Dr. René Pöltl werden in der Jury zwei Mitglieder ihr Debüt geben: Bürgermeisterstellvertreter Hans-Peter Helmling aus Plankstadt und Katja Bauroth, die Redaktionsleiterin unserer Zeitung. Sie werden nach dem Zug tagen und die Erstplatzierten festlegen, die gegen 17.45 Uhr vor dem Café Walzwerk auf dem Schlossplatz bekanntgegeben werden. ali

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