Schwetzingen

Bildung Mira und Emilia Wiegand berichten, wie sie mit ihren Aufgaben zurechtkommen

Plötzlich zu Hause lernen

Wo der Staat sonst mit Strafen gegen Verstöße in Sachen Schulpflicht vorgeht, jetzt jetzt plötzlich das Lernen zu Haus am Bildschirm zum Allheilmittel gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie erklärt worden. Aber was macht das mit den Schülern und wie geht es ihnen beim Lernen daheim? Das schreiben uns Mira und Emilia Wiegand von der Karl-Friedrich-Schimper-Schule.

„Unsere Schule ist seit dem 17. März aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Bis mindestens zu den Osterferien haben wir jetzt Homeschooling. Die Lehrer haben uns am Montag Aufgaben für die erste Woche mitgegeben und uns die Situation nochmals erklärt.

Nun ist es an uns, uns selbst zu organisieren. Zum Glück arbeiten wir an unserer Schule generell sehr selbstständig und haben schon Erfahrung darin, eigenverantwortlich zu lernen. Ich bin in der sechsten Klasse und meine Schwester in der achten Klasse. Ein Tag im neuen Homeschooling sieht bei uns so aus: Wir stehen um 8 Uhr auf und checken unsere Mails, es kann nämlich sein, dass unsere Lehrer uns Nachrichten geschickt haben.

Wir Schüler und Lehrer sind über Microsoft-Teams miteinander verbunden. So können wir gut chatten und uns gegenseitig bei den Aufgaben helfen. Wie auch in der Schule sprechen wir dann meistens mit unseren Freunden, nur eben per Videoanruf oder übers Handy. Unser Papa arbeitet im Moment auch im Homeoffice und hat uns geholfen, alles am Computer einzurichten. Meine Schwester und ich haben einen Wochenarbeitsplan und arbeiten so zirka vier bis fünf Stunden am Tag daran. Die Pausen teilen wir uns selbst ein. Wenn wir Fragen haben, können wir unsere Lehrer immer anschreiben und sie antworten auch sofort.

Bis zum Ende der Woche sollen wir dann immer alle Aufgaben erledigt haben. Die Woche drauf haben wir wir dann wieder einen neuen Wochenplan von unseren Lehrern erhalten. Es soll auch mal eine Videokonferenz mit der ganzen Klasse geben – darauf freuen wir uns beide schon sehr.

Wir fühlen uns gut unterstützt und nicht alleine gelassen. Wir fragen uns aber, wie andere Schüler zurechtkommen, die keinen Computer haben oder die sich nicht so gut damit auskennen. Vielen Dank an unsere Lehrer, die das alles gerade sehr gut organisieren.

Bis jetzt kommen wir sehr gut klar. Zusammen schaffen wir das. Bleibt alle gesund!“

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