Schwetzingen

Alte Wollfabrik „The News“ laden sich Top-Schlagzeuger ein und sorgen für glückstrahlende Augen

Rhythmus ist eben doch alles in der Musik

Die Tuesday Night (Dienstagnacht) unter dem Motto „Night of the Drums“ (Nacht der Schlagzeuge) war nicht nur einfach ein weiteres Konzert in der Alten Wollfabrik. Es ging eher in Richtung Ereignis der Superlative. Neben den rhythmischen News-Stammkräften Marcel Millot (Schlagzeug) und Angela Frontera (Percussion) verstärkten die Schlagzeuger Sibi Siebert, Pietro Ramaglio und Mario Garuccio sowie Percussionmagier Hakim Ludin die Truppe.

Sechs hochkarätige Musiker, die das Rund der Alten Wollfabrik in einen pulsierenden Hexenkessel verwandelten. Rhythmus ist eben manchmal wirklich alles. Und das Sitzenbleiben fiel angesichts dieses Frontalangriffs sehr schwer.

Wie hochkarätig der Abend war, macht die Liste der Gigs dieser Ausnahmeschlagzeuger und Percussionisten klar. Siebert gilt als Deutschlands berühmtester E-Drummer, Ramaglio war der Stammschlagzeuger von Sarah Connor und die Aufzählung für Garuccio würde diesen Text sprengen. Dominik Steegmüller sagt es so: „Er hat mit allem gespielt, was Rang und Namen hat.“ Auch Gastpercussionist Ludin stand schon mit Roger Willemsen und Konstantin Wecker auf der Bühne. Hier finde sich, so der Frontsänger selbst beeindruckt, sehr viel musikalisches Know-how auf der Bühne.

Eine Hammer-Musiknacht

Komplettiert wurde dieses beinah magisch anmutende rhythmische Sextett durch die Sängerin Kolinda, Sänger Steegmüller, sowie Sascha Neuhardt (Bass), Ralph Goedecke (Keyboard) und Stefan Ullmann (Gitarre). Zusammen ergab das eine Hammer-Musiknacht. Die elf Musiker warfen mit musikalischem Gold um sich. Mit Liedern wie „Fragile“, „Deja vu“ und „Can’t get enough“ über „Human“, „Cracy in love“, „Say my name“ und „Freedom“ trafen sie in Sachen Musikgeschmack beim Publikum ins Schwarze.

Die Stimmung in der Alten Wollfabrik war ständig nah und manchmal knapp überm Siedepunkt. Beatrix, erst zum zweiten Mal in der Wollfabrik, wähnte sich im musikalischen Himmel. „All diese großen Songs – und so fantastisch gespielt.“ Ein Satz, den wohl alle unterschrieben hätten. Überall glückstrahlende Augen und der dringende Wunsch nach mehr. Die Pause wurde dabei von einigen fast als Zumutung empfunden. Das dürfe, so die junge Frau, eigentlich nie enden.

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