Schwetzingen

Geschäftsleben Schwetzinger Firma Geo stellt schicke Glastrennwände zwischen den Tischen her / Belüftungsanlage sorgt fünfmal pro Stunde für Frischluft

„Ritter“ für die Innengastronomie gerüstet

Thomas Armbruster ist zufrieden mit der Außensaison auf der Schlossplatzterrasse des Schwetzinger „Brauhauses zum Ritter“. „Ich habe das Gefühl, dass sich die Gäste sehr gerne an die bei uns etwas strengeren Regeln halten. Sie ziehen unaufgefordert ihre Maske auf, wenn sie zum Tisch gehen oder von dort zum WC müssen, um sich und die Mitarbeiter zu schützen“, sagt er.

Und doch, der Sommer neigt sich dem Ende zu und da stellt sich natürlich die Frage, wie funktioniert die Innengastronomie im Herbst und im Winter trotz Corona. „Meine Frau und ich haben uns da schon früh Gedanken gemacht und sind auf einen Folder gestoßen, den uns die Schwetzinger Firma Geo schon zu Zeiten des Lockdown geschickt hatte. Zusammen mit Vertriebsleiter Thomas Schuhmacher haben wir nun ein System entwickelt, mit dem wir zum einen alle unsere Tische nutzen können und zum anderen größtmögliche Sicherheit für die Kunden besteht“, sagt er dieser Zeitung.

Die Besichtigung fällt äußerst positiv aus. Der Rittersaal, die Ritterstube und der Gewölbekeller bieten ein Bild der gepflegten Gastronomie. Es gibt eben nicht die weit auseinanderstehenden Tische wie anderswo, die großen Räumen schnell eine Art Bahnhofshallenatmosphäre verleihen. Einziger Unterschied zu früher – zwischen den Tischen stehen Glasabtrennungen, die sehr hochwertig und farblich passend gefertigt sind und dafür sorgen, dass Aerosole nicht von Tisch zu Tisch gelangen. Zudem hat der „Ritter“ noch ein besonderes Plus: „Aus der Zeit, in der in den Innenräumen noch das Rauchen erlaubt war, stammt unsere Lüftungsanlage. Die sorgt dafür, dass die verbrauchte Luft in allen Räumen stetig abgesaugt und fünfmal pro Stunde durch 100 Prozent Frischluft komplett ausgetauscht wird. Das ist besser als jedes Fenster und absolut zuverlässig, weil es automatisch geht“, sagt Armbruster.

Bestens vorbereitet

Damit ist das „Brauhaus zum Ritter“ bestens für die kalte Jahreszeit gerüstet und zusätzlich versprechen die Wirtsleute ihren Gästen, wann immer es die Witterung zulässt, die Terrasse zu bewirtschaften.

„Alu und Glas, das ist unser Metier“, sagt Thomas Schuhmacher von der Firma Geo. Im Gewerbegebiet Langer Sand, wo sonst von gut 100 Mitarbeitern Duschkabinen produziert werden, hat man sich zu Beginn der Pandemie auch Gedanken darüber gemacht, wie man helfen könnte. „Initialzündung war ein Fernsehbeitrag über einen Wirt, der Plastikfolien um seine Tische gemacht hat – eine gute Idee, aber doch sehr hässlich“, sagt Schuhmacher: „Wir wussten, dass wir das besser können und haben Trennwände aus Glas und Aluminium angeboten, die sehr ansprechend aussehen und trotzdem dabei erschwinglich sind.“

Das wurde dann Wirten in der Region angeboten und Thomas Armbruster war einer der ersten, die zugegriffen haben. Alles ist auf Maß gefertigt. Zusätzlich wurden noch die WC-Anlagen mit Trennwänden ausgestattet, sodass bald die Urinale und Waschbecken nicht mehr hässlich abgeklebt werden müssen, sondern alle komplett benutzbar sind.

Eine tolle regionale Zusammenarbeit also, die auch schon den amtlichen Stempel von Ordnungsamtsleiter Pascal Seidel bekommen hat. „Das Ordnungsamt hat unser Konzept angeschaut und so genehmigt“, sagt Armbruster.

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