Schwetzingen

Ferienprogramm Klavierstudio Worm-Sawosskaja vermittelt Kindern auf spielerische Weise den Umgang mit Instrument und Stücken / Auf den Spuren Mozarts

Schätze in der Musik und in einer Truhe

Im vergangenen Jahr bot das Klavierstudio Worm-Sawosskaja erstmals ein Ferienprogramm an, dies schlug Wellen: Denn "Auf Mozarts Spuren" wollten sich diesmal 15 Schwetzinger Kinder begeben. Platz war jedoch nur für sechs. Kurzerhand entschloss sich Leiterin Tatjana Worm-Sawosskaja, einen zusätzlichen Termin anzubieten. So durften an zwei Tagen jeweils zwei Stunden die kleinen Mozartfans in die Welt des Klaviers eintauchen und der spannenden Geschichten um die Mozartkinder "Wolferl und Nannerl" lauschen.

Für Fortgeschrittene gab es ebenfalls ein Angebot: Mit den "Wundern der Klaviermusik" beschäftigt man sich schon lange im Klavierstudio für begabte Kinder und Jugendliche. Außer dem Einzelunterricht gab es für die Ferienkinder ein kleines Ensemblespiel und sehr viel Wissenswertes in den Bereichen Spielweisen berühmter Pianisten, Umgang mit Lampenfieber und Hintergründe zu den vorbereiteten Stücken. Nach dem zweitägigen Meisterkurs präsentierten die Teilnehmer in einem kleinen Konzert, was sie gelernt hatten. Die Eltern waren verblüfft, was sich in so kurzer Zeit bewegen ließ.

Salome Gutensohn war glücklich, bei dem Ferienprogramm teilnehmen zu dürfen, für sie war "es der beste Ferienprogrammpunkt".

Privatkonzert für die Kleinen

Am ersten Tag lernten die Kinder nicht nur sich untereinander, sondern auch den kleinen Mozart kennen, der im etwa gleichen Alter Gast im Schwetzinger Schloss gewesen war. Ein kleines Privatkonzert mit Mozarts frühesten Kompositionen gab es von Pianistin Tatjana Worm-Sawosskaja, die über jedes Stück auch Interessantes für Kinderohren zu erzählen hatte. Vor dem geistigen Auge erschienen schöne Damen in prächtigen Kleidern, die Mühe hatten, sich beim Menuett allzu schnell zu bewegen. Anschließend kehrten alle wieder in die Gegenwart zurück und erforschten gemeinsam, wie der moderne Flügel funktioniert. Mithilfe von Gummibändern und Reißzwecken bauten auch die Jüngsten das Klavier nach und probierten auch die echten Flügel aus. Zum Abschluss gab es für jedes Kind eine kleine Unterrichtseinheit, in der es sein allererstes Stück spielen lernte, während der Rest der Gruppe ihren Spaß beim Basteln von Violinschlüsseln aus Ton hatte.

Am nächsten Tag erschienen die Kinder umso motivierter, denn nun stand eine Schatzsuche bevor. Um die sagenumwobene Truhe zu finden, musste so manche schwierige Aufgabe zusammen bewältigt werden, angefangen vom Mozartquiz über Rhythmus- und Brettspiele bis hin zum Notenlesen. Die Augen strahlten schließlich, als sich die Schatztruhe öffnete . . . vl

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