Schwetzingen

Schon viel Zeit vergeudet

Archivartikel

Grundsätzlich ist alles, was rund um den Alten Messplatz eingeleitet worden ist, zu begrüßen. Der Parkplatz bleibt, wird aufgehübscht und bekommt endlich eine gescheite Einfahrt. Auf dem Gelände der Spargelgenossenschaft baut die Stadt selbst und schafft Wohnraum– wohlgemerkt bezahlbaren Wohnraum, worauf die Gemeinderatsfraktionen sicher achten werden. Und das Rothacker’sche Haus scheint ein idealer Standort für das städtische Museum mit dem lang ersehnten Schwerpunkt Spargel zu sein, weil es mittendrin liegt, direkt den Parkplatz vor der Tür hat, als ehemalige Zähringer-Löwen-Brauerei selbst eine stadthistorische Geschichte hat und über ein Außengelände verfügt, das Entwicklungsmöglichkeiten für Anbauten oder Freiluftausstellungen bietet. Für das dann geräumte Karl-Wörn-Haus finden sich bestimmt sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten, allein die im Nachbargebäude untergebrachten Vereine, der Waldorf-Kindergarten und das Theater am Puls brauchen immer Platz.

Einziger Wermutstropfen des ganzen Projekts ist die Zeit. Schon 2003 wurde die Spargelannahmestelle abgerissen, seitdem passierte nichts. Es blieb weitgehend ein wenig vorzeigbares Areal, das auf Touristen sicher nicht einladend wirkte. Und die Pläne für eine Nutzung des Rothacker’schen Hauses sind auch schon alt. Bereits 2011 und 2013 schlug Heimatforscher Karl Fichtner vor, dort ein Spargel- und Stadtmuseum einzurichten, seine Ideen von damals finden sich in den Planungen wieder. Auch die frühere langjährige Leiterin des Karl-Wörn-Hauses, Birgit Rechlin, hatte das Gebäude lange als Wunschstandort gesehen. Letztlich bleibt aber die Vorfreude auf ein spannendes Projekt und die Hoffnung, dass es zeitnah umgesetzt werden kann.

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