Schwetzingen

Ehrhart-Schott-Schule Zwölftklässler besuchen Workshop zur Innovationsmethode „Design Thinking“ / Sie entwerfen dabei Gerüst für Anwendung auf dem Handy

Schüler entwickeln App fürs Smartphone

Archivartikel

In der Gemeinderatssitzung am 4. März stellte turnusgemäß der Achterrat seine in Arbeitsgruppen erdachten Vorschläge dem Gremium vor, welches dann die Verwaltung mit der Machbarkeitsprüfung der erarbeiteten Ergebnisse beauftragt. Ein Wunsch der Jugendlichen war die Entwicklung einer App, mit welcher Nachrichten und Infos aus dem „Go in“ und der Jugendszene verbreitet werden können.

Die Antwort kam dann recht zügig aus der Ehrhart-Schott-Schule, wo am Technischen Gymnasium innerhalb des Seminarkurses der J1 (zwölfte Klasse) im Schuljahr 2020/21 das Projekt „App-Entwicklung“ auf dem Plan steht.

Fokus liegt auf Entwicklung

Um bereits zu Beginn des Projektes zielgruppenorientiert und mit größtmöglicher Kreativität zu arbeiten, organisierte der Fachlehrer David Baumgärtel bei der Hopp Foundation in Weinheim einen Workshop zur Innovationsmethode „Design Thinking“. Mit dieser Methode wird die Sichtweise der Zielgruppe beziehungsweise des Kundenkreises in den Fokus bei der Produktentwicklung gerückt.

Die Arbeitsergebnisse werden unter stetiger Rückkopplung mit den Erfordernissen aus der Sicht des Kunden abgeglichen. Dieser Perspektivwechsel ermöglicht eine Produktentwicklung weg von Althergebrachtem und eröffnet dem Entwickler einen größeren kreativen Spielraum.

Zum initialen Workshop trafen sich nun die Schüler der Klasse TGTM12, unterstützt von einem Achterratsmitglied aus dem vergangenen Jahr in Weinheim bei der Hopp Foundation. Nach einem Impulsvortrag von Chloe Günther und Tatjana Walter teilten sich die Schüler in zwei Arbeitsgruppen ein, die dann von Coleen Dannroth und Tobias Bartel betreut wurden. Alle vier Coaches entstammen dem Mannheimer Unternehmen Mindshift.one, das derartige Workshops bei Kunden wie Daimler, BASF oder SAP durchführt.

Ziel des Arbeitstages war es, ein schlüssiges und zielgruppengerechtes Gerüst für die App zu entwerfen, welches dann Grundlage für die Programmierarbeit ist. Letztendlich erarbeiteten die Schüler verschiedene Konzepte zu den Funktionen, die die App erfüllen kann, sowie ein konkretes Bedienlayout für den Smartphone-Bildschirm.

Nach den Arbeitsphasen Methodischer Input, Definition der Aufgabe und Recherche, brachten die Teilnehmer ihre Ideen ein, aus denen sie dann Prototypen für die App-Funktionalität sowohl als Papierzeichnungen als auch mittels digitaler Prototypingwerkzeuge gestalteten.

Der Coach Tobias Bartel verstand es, bei den Inputphasen stets durch verblüffende Zauberkunststücke die Intension des Workshops – nämlich die Veränderung des Blickwinkels auf das Problem – zu untermauern. In den abschließenden Präsentationen stellten die zwei Arbeitsgruppen dann ihre Ergebnisse gegenseitig vor.

Logbuch digitalisieren

Wenige Tage später erlebte dann die zweite Gruppe des Seminarkurses einen ähnlichen Workshop. Ihre Aufgabe wird es sein, das Logbuch der Ehrhart-Schott-Schule – dabei handelt es sich um den Schulplaner an den Vollzeitschulen des Technischen Gymnasiums, des Berufskollegs und der Berufsfachschulen – als digitale App für das Smartphone zu gestalten.

David Baumgärtel, der die Hopp Fondation seit Studententagen als Stipendiat kennt, sowie Thomas Trautmann sind sehr vertraut mit der Entwicklung von Handy-Apps und werden die Seminarkursteilnehmer bei der Entwicklung anleiten. Gemeinsam mit Dr. Yvonne Tröster bilden sie das betreuende Lehrerteam des aktuellen Kurses. Ziel am Ende des Schuljahres wird sein, dass für beide Apps ein bereits einsetzbares Grundgerüst besteht, welches in den Folgejahren dann immer weiterentwickelt werden kann.

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