Schwetzingen

Hebel-Gymnasium Sechs Jugendliche sind in ihrer Altersstufe jeweils unter den Besten beim Diercke-Wettbewerb Geografie

Schüler finden sich auf der Welt zurecht

Archivartikel

Sie sind in der sechsten, achten oder zehnten Klasse des Hebel-Gymnasiums und damit auch noch nicht wirklich lange auf der Welt. Doch für Heidi Stöckner (6c), Vincent Birkel (6b), Maximilian und Alexander von Homeyer (6a und 8d) sowie Dana Vidak (10b) und Bilal Paktürk (10c) scheint die Zeit ausgereicht zu haben, um sich auf unserer Heimatkugel mit einem Durchmesser von rund 12 700 Kilometer auf beeindruckendem Niveau zurechtzufinden.

Zumindest versammelten sich die sechs Schüler in ihrer jeweiligen Altersstufe auf den ersten drei Plätzen des Diercke-Schülerwettbewerbs Geografie. Ein Umstand, der den früheren Geographielehrer und heutige Schulleiter Stefan Ade, sichtlich stolz macht. So jung und so weltgewandt, das sei schon was.

Zwei Schwierigkeitsstufen

Unterteilt ist dieser Wettbewerb für die Klassen fünf und sechs sowie sieben bis zehn in zwei Schwierigkeitsstufen. Aber auch die Juniorstufe hatte es schon in sich. Klar dürfte sein, dass Polen östlich von Deutschland liegt. Aber sicher sind sich nicht alle sicher, ob die Donau der längste Fluss Deutschlands ist. (Ist er nicht, Anmerkung der Redaktion).

Deutlich schwieriger wird es auf der Schulebene sieben bis zehn. Wie heißt das Gebirge, das Spanien und Frankreich trennt, wie hoch ist die Bevölkerungsdichte in China, grenzt der südlichste Punkt Deutschlands an die Schweiz oder wie heißt die Landschaft zwischen den beiden Flüssen Havel und Oder?

Die Antworten zu den Fragen lauten: Pyrenäen, 145,6 Menschen pro Quadratkilometer, nein, der südlichste Punkt Deutschlands grenzt an Österreich und Uckermark. Und all das wissen die Jugendlichen.

Nicht wenige Erwachsene dürften mit der einen oder anderen Frage Schwierigkeiten haben. Nicht so diese sechs Schüler, für die die Welt ein Dorf ist, in dem sie sich auskennen wollen. Für Dana Vidak gleicht der Planet einer Schatztruhe, in der es so viel zu entdecken gebe. Eine Einschätzung, die Bilal Paktürk teilte. Darüber hinaus könne man unendlich viel lernen. Verschiedenste Kulturen prägten den Raum und umgekehrt prägten Räume die Kultur. „Das zu verstehen, ist eines meiner Ziele“, so der junge Mann, der nach seinem Abitur Politikwissenschaft studieren möchte.

Raum wird zunehmend abstrakt

Worte, die Ade und die Geographielehrerin Sabine Appel sichtlich freuten. Heute, im Zeitalter von Navis, würde der Raum ja zunehmend abstrakt. Er wird überwunden und nicht mehr erlebt. Für Ade ein Verlust im Wahrnehmen von Welt. ske

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