Schwetzingen

Schwetzinger finden einander

Archivartikel

Katja Bauroth sieht viel Wahres in dem Spruch „Die Welt ist ein Dorf“

Es gibt ja diesen schönen Spruch: Die Welt ist ein Dorf. Das sagt man gern, wenn man irgendwo in der Welt jemanden trifft, den man kennt. So habe ich vor Jahren einmal in einem Südafrika-Urlaub einen langjährigen Kollegen aus München getroffen. Ich laufe aus dem Hotel – er kommt gerade rein. Wir schauen uns an, überlegen und fangen beide an zu lachen. Er meinte in seiner unnachahmlichen humorvollen Art nur zu mir, jetzt flüchtet er schon auf einen anderen Kontinent, damit er mich nicht trifft, und dann beziehen wir auch noch das gleiche Hotel in dem fremden Land.

Mir geht es nicht allein so. Ein Kollege aus Schwetzingen erzählte jüngst eben so eine „Die-Welt-ist-ein-Dorf“-Geschichte, sogar mit dramatischem Hintergrund. Er weilte im Urlaub im Allgäu. Es war ein heißer Tag. Ein Abstecher mit Frau und Hunden in einen Biergarten mit Seeanschluss sollte für eine entsprechende Erfrischung sorgen. Dass es dann gleich eine ordentliche Abkühlung mit kaltem Schauer wurde, damit hatte der Kollege nicht gerechnet: Er ging zum Seeufer, während seine Frau im Biergarten wartete. Am Ufer glitt er auf einem Stein aus und rutschte unglücklich ins Wasser. Dabei ging er sogar unter und verlor die Brille. Ein Mann eilte herbei, half ihm aus dem Nass und suchte auch die Brille im See. Glücklicherweise kam der Kollege mit dem Schrecken davon. Er bedankte sich bei dem Helfer und im Plaudern stellte sich heraus: Es war nicht nur ein Landsmann, sondern auch einer aus der Heimatstadt – Schwetzinger finden einander eben auch überall.

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