Schwetzingen

Südstadtschule Bislang keine weiteren positiven Fälle / Fernunterricht läuft noch diese Woche

Sechs Klassen in Quarantäne

Archivartikel

Die Herbstferien sind zu Ende – und in der Südstadtschule läuft alles anders als noch vor wenigen Wochen geplant. Ein Lehrer hat sich am vergangenen Montag beim Gesundheitsamt gemeldet, weil er positiv auf Covid-19 getestet wurde (wir berichteten). Deshalb sind nun sechs Klassen in Quarantäne. Und es wurde fleißig getestet – allerdings ohne Neuigkeiten.

„Stand heute Nacht 00.01 Uhr haben wir nur den einen – bereits mitgeteilten – Fall und insgesamt 128 Kontaktpersonen. Aus den Kontaktpersonen ergaben sich bis jetzt keine neuen Fälle“, erklärt Landratsamtssprecherin Silke Hartmann auf Nachfrage dieser Zeitung. Erst an diesem Dienstag, 3. November, werde ein Mitarbeiter des Landratsamtes eine erneute Abfrage durchführen. Bis dahin wird es nichts Neues mehr geben.

Rektorin Kerstin Sittinger hat vor dem Gespräch mit unserer Zeitung ihre erste Fernunterrichtsstunde für die erste Klasse im Fach Mathe gehalten. „Wir haben die Klasse halbiert und eine halbe Stunde mit der einen, dann mit der anderen Hälfte gelernt. Die Schüler melden sich und schalten auch das Mikrofon an und aus, wann sie es sollen. Einige Lehrer machen das auch von zu Hause und das klappt sehr gut“, erzählt sie von ihren ersten Eindrücken.

Eltern, die kein Tablet oder keinen Computer zu Hause haben, konnten sich bei der Schule ein Endgerät ausleihen. Von den Lehrkräften seien bislang alle Testergebnisse negativ und auch die Eltern haben keinen positiven Fall gemeldet. „Manche Kinder konnten sich aber erst sehr spät testen lassen, weil sie auf einen Termin warten mussten, deshalb haben wir noch nicht alle Ergebnisse“, sagt sie.

Lehrer in Vertretung

Zwei Klassen dürfen voraussichtlich an diesem Mittwoch, 4. November, wiederkommen, die anderen vier am Freitag, 6. November. Die Südstadtschule bekomme die aktuelle Situation den Umständen entsprechend gut geregelt, „aber es hätte nicht blöder laufen können. Der infizierte Lehrer hat vor den Ferien noch einen ausgefallenen Lehrer vertreten. Deshalb sind es so viele betroffene Schüler – querbeet durch alle Klassenstufen“, erklärt Sittinger.

Um für die Eltern und Kinder die Materialien bereitzustellen, wurden extra Briefkästen an der Schule aufgehängt. „Das sind Schlüsseltresore und nur die Eltern der jeweiligen Klasse wissen die Pin. Dann können sie sich die Unterrichtsmaterialien ganz einfach abholen“, erklärt sie.

Für die Eltern sei diese Zeit erneut eine harte Probe. „Sie sind jetzt wieder mit ihren Kindern an ihr Zuhause gebunden. Das ist ein großes Problem in der Grundschule“, sagt die Rektorin. Erledigte Arbeiten der Schüler müssen zu einem von der Lehrkraft festgelegten Zeitpunkt wieder über den Klassenbriefkasten abgegeben werden.

Wenn der Unterricht wieder losgeht, werden sie in den Unterricht mitgebracht. Die Lehrkraft sieht die Arbeiten durch und gibt den Schülern Rückmeldung. nina

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