Schwetzingen

Ehrhart-Schott-Schule Zeugnisübergabe im Technischen Gymnasium / Payam Babakhani, Max Reinhard und Jonas Heese für Physikleistungen geehrt

Sie sammeln ihr Wissen europaweit

Archivartikel

„Ihr wart der erste Jahrgang am Technischen Gymnasium, der die zahlreichen europäischen Möglichkeiten unsere Schule voll ausgeschöpft hat“, so die einleitenden Worte bei der Begrüßung der Abiturientinnen und Abiturienten durch Abteilungsleiter Christopher Beier an der Ehrhart-Schott-Schule. Nach den obligatorischen Teamtagen im Schwarzwald zu Beginn der 11. Klasse war es den Schülern vergönnt, an Austausch- und Studienfahrtprogrammen nach Toledo und Malaga in Spanien, Brighton in England und Rovato in Italien teilzunehmen.

Sie besuchten zu Beginn der J2 (13. Klasse) die deutsche Auslandsschule in Porto (Portugal) und fünf der Absolventen stellten das erste Erasmus-Team dar, welches in Panevcys (Litauen) und in Catania auf der italienischen Insel Sizilien gemeinsam mit den nunmehr befreundeten beteiligten Schülern das Augmented-Reality-Projekt auf den Weg brachten.

Diese Einleitung stellte einen beeindruckenden Kontrast zur momentanen Situation dar, fand doch die Abiturfeier nur für die Absolventen ohne elterlichen Anhang und unter den gebotenen Regeln im Freien bei Corona-trotzender Durchlüftung statt. Beier verstand es geschickt, mit seinen Ausführungen ein authentisches Bild der vergangenen drei Jahre zu zeichnen, um damit die einzigartige Gemeinschaft, die die beiden Abschlussklassen entwickelten, darzustellen.

„Halten Sie der Dummheit stand“

Aus dem literarischen Werk schlechthin – aus Goethes Faust – entnahm Schulleiter Thomas Edinger sein Leitzitat, an welchem er seine Abiturrede orientierte: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein“. Er stellte heraus, dass mit Entfaltung von Freiheit auch immer eine große Verantwortung einhergehe. In einer Zeit, in der einerseits das Leben immer hastiger und unreflektierter vonstattengeht, andererseits jedoch eine Pandemie viele Bereiche lahmlege, sei ein verantwortungsvolles Handeln auf Basis der an der Schule erworbenen Befähigungen unerlässlich. Den Umbruch in unserer Gesellschaft, die zunehmend pluraler wird, erkenne er als Reichtum, mit der Möglichkeit eines guten Miteinanders, ohne dabei jedoch zu verschweigen, dass Vielfalt auch anstrengend sei. Er schloss mit dem Appell an die Absolventen, die ihre erworbenen Fähigkeiten nicht ausschließlich für sich selbst einsetzen sollen, „…nutzen Sie das Privileg Ihrer Bildung für den Dienst am Nächsten, für den, der schwach ist und dem niemand beisteht. Haben Sie Mut, sich auch gegen vermeintlich Stärkere durchzusetzen. Setzen Sie sich der Verrohung unserer Gesellschaft entgegen. Halten Sie der Dummheit stand!“ Er sei sich sicher, dass die Abiturienten reichlich ethische und christliche Wertmaßstäbe in den Rucksack gepackt bekamen. Die Feier wurde musikalisch untermalt durch Lehrerin Dr. Yvonne Tröster an der Querflöte und ihrem Mann Peter Tröster an der Bass-Ukulele.

Schüler zeigen Filmsequenzen

Nach weiteren Wortbeiträgen durch die Klassen- und Fachlehrer David Baumgärtel (Mathematik) und Juliane Hardt (Deutsch und Spanisch) ließen es sich die Schüler nicht nehmen, selbst bei eigenen Beiträgen die dreijährige Schulzeit Revue passieren zu lassen. Die Klassensprecher der beiden Abschlussklassen Sebastian Schwarz und Christian Privitera stellten insbesondere den großen Zusammenhalt in beiden Klassen dar sowie das enorm vorbildliche und herzliche Miteinander. Ihre Beiträge wurden von Filmsequenzen begleitet, die die Aktivitäten, Reisen, aber auch Unterrichtsimpressionen der vergangenen drei Jahre wiedergaben. Das fast schon traditionelle Kahoot-Quiz, bei dem die Schüler per Smartphone-Abstimmung ihre Kenntnisse zur zurückliegenden Schulzeit und zu den Mitschülern unter Beweis stellten, rundete den lockeren Teil der Feier ab.

Spezialpreis für Jonas Leder

Vor der Ausgabe der Hochschulreifezeugnisse kamen noch die Preisträger in verschiedenen Kategorien dran. Physiklehrerin Dr. Melanie Hoffmeister ehrte im Namen der Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) Max Reinhard und Jonas Heese mit dem zweiten Platz sowie Payam Babakhani mit Platz eins für durchgängig sehr gute Leistungen im Fach Physik in allen drei Jahren. Für die Teilnahme am Junior-Ingenieur-Wettbewerb der Landesingenieurkammer Baden-Württemberg würdigte sie Leila Boera, Katja Grob, Paula Summ, Leon Treiber und Florian Doll für das Projekt Bionik-Tower.

Die Maul-Medaille für besondere Leistungen im Fach Sport erhielt in diesem Jahr Alexander Zemella aus den Händen von Sportlehrer Benedikt Schulz-Linkhold.

Den Sozialpreis der Schule überreichte GGK-Lehrerin Scarlett Kuppinger an Christian Guiseppe Privitera, bei dem als Klassensprecher sämtliche Fäden bei Helfereinsätzen und Organisatorischem innerhalb beider Klassen zusammenliefen. Gemeinsam mit Jonas Heese erhielt er zudem noch den Preis im Fach Spanisch, übergeben von Fachlehrerin Juliane Hardt.

Den Preis im Fachkomplex Geschichte/Gemeinschaftskunde, gestiftet von der Landeszentrale für politische Bildung, überreichte Fachlehrerin Dr. Yvonne Tröster an Maximilian Zimmer.

Einen Spezialpreis dachten sich einmalig die Kollegen der IT-Abteilung aus. Jonas Leder war unermüdlich für die Klassen und teilweise schulweit im EDV-Bereich im Einsatz. Durch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten auf diesem Fachgebiet war er stets mit den Lehrern im Austausch und brachte sich sozusagen als freier Mitarbeiter in der IT-Abteilung stets gewinnbringend ein. Somit übergab David Baumgärtel Jonas Leder den Preis „goldener RAM-Riegel“.

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