Schwetzingen

Sportfliegerclub Auflagen machen auch vor den Piloten nicht Halt / Erste Flüge nach Lockerungen / Mit Maske im Cockpit

Sie sind wieder in der Luft

Archivartikel

Die fliegerischen Aktivitäten der Schwetzinger Segelflieger vom Sportfliegerclub (SFC) lagen in den vergangenen Wochen lahm wie vieles andere eben auch. Die Zeit wurde genutzt, um auf Initiative von Andreas Krupp online eine Flugsicherheitsfortbildung zu absolvieren. Auch wurde von Gerhard Lucius im Homeoffice ein maßstabsgetreues Modell des Vereinsmotorseglers „Super-Falke“ auf dem 3-D-Drucker hergestellt, um die fliegerischen Entzugssymptome zu dämpfen, schreibt Dr. Ludger Ciré in einer Pressemitteilung. Doch die flugfreie Zeit ist nun vorbei: Seit der vergangenen Woche dürfen die Segelflieger wieder in die Luft.

Allerdings wurden strenge Auflagen formuliert, die vorerst noch keine uneingeschränkten fliegerischen Aktivitäten zulassen, heißt es weiter. Jedes Vereinsmitglied musste zunächst schriftlich bestätigen, die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen, die in einem Rundschreiben vorab mitgeteilt wurden, zur Kenntnis genommen zu haben und zu beachten. Insbesondere dürfen Personen mit Erkältungssymptomen das Fluggelände nicht betreten, auch ist die Anzahl von Personen, die sich gleichzeitig dort aufhalten, beschränkt. Zudem gibt es umfangreiche weitere Aufnahmen bezüglich Desinfektionsmaßnahmen und Kontaktbeschränkungen. Das gesellige Vereinsleben liegt außerdem weiterhin brach.

Eine besondere Herausforderung ist die Absolvierung der Überprüfung der fliegerischen Fähigkeiten, der sich alle Piloten zu Saisonbeginn unterziehen müssen. Hierbei muss mindestens ein Start mit einem Fluglehrer an Bord absolviert werden, der bei einer zufriedenstellenden Leistung des Piloten anschließend die Freigabe erteilen kann, am Flugplatz Herrenteich wieder alleine mit den Vereinsflugzeugen oder mit dem Privatflugzeug zu starten. Wenn auch der Flugsport auf dem weitläufigen Flugplatz grundsätzlich ein Freiluftsport ist, so herrscht doch im Cockpit eine gewisse räumliche Enge. Erste Übungsflüge – beschränkt auf den Motorsegler – wurden trotz umfangreicher Beschränkungen mittlerweile absolviert. Auch Starts auf dem doppelsitzigen Segelflugzeug im Flugzeugschlepp konnten durchgeführt werden. Sehr gewöhnungsbedürftig war beim doppelsitzigen Fliegen zunächst die Verwendung der vorgeschriebenen Mund-Nase-Masken, die vor allem in Verbindung mit dem für den Funkverkehr nötigen Kopfhörer recht hinderlich sind. Trotzdem nahmen alle Piloten diese Unannehmlichkeit gerne in Kauf, um wieder einmal in die Luft zu kommen.

Wenn der Überprüfungsflug mit Fluglehrer bestanden ist, wird es dann im einsitzigen Segelflugzeug einfacher, da dann naturgemäß keine Maske mehr erforderlich ist. So hoffen die Flugsportbegeisterten, dass nun doch noch eine akzeptable Flugsaison möglich sein wird. lc

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