Schwetzingen

Technischer Ausschuss Lieferung und Montage der Elemente für Zentralen Omnibus-Bahnhof abgesegnet / Anregungen aufgenommen

So sehen die Wartehäuschen aus

Archivartikel

In der ersten Sitzung des Technischen Ausschusses nach der Sommerpause gab es einen Bericht zum aktuellen Stand der 380-Kv-Netzverstärkung Weinheim-Karlsruhe. "Der Planungsprozess läuft noch weiter", sagte Bürgermeister Matthias Steffan. Innerhalb des Netzausbaus für die Energiewende plant die TransnetBW auf dem rund 80 Kilometer langen Abschnitt eine bestehende 220-Kilovolt-Freileitung zu verstärken und auf 380 Kilovolt umzustellen.

Das Projekt durchläuft ein umfangreiches mehrstufiges Genehmigungsverfahren. Zurzeit ist die Vorplanung zur Erarbeitung eines Vorschlags für den künftigen Trassenkorridor in Arbeit. Die mögliche Trasse verläuft westlich von Schwetzingen. Zur etwaigen Beeinträchtigung von landwirtschaftlichen Flächen auf Gemarkung der Spargelstadt könne zum jetzigen Zeitpunkt keine qualitative Aussage getroffen werden, heißt es in den Erläuterungen zum einstimmig angenommen Beschlussvorschlag. Der Antrag mit dem künftigen Trassenverlauf soll im Herbst der Bundesnetzagentur übermittelt werden. Darauf folgt eine zweistufige Offenlage, bei der die Bürger und die Träger öffentlicher Belange Stellungnahmen abgeben können.

Sitzplatzanzahl bemängelt

Ohne Gegenstimme wurde auch die Vergabe der Lieferung und Montage der Wartehallen für den Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) beschlossen. Der Auftrag ging an die Firma Kienzler Stadtmobiliar zum Angebotspreis von rund 58 500 Euro. Ursprünglich war geplant, die Arbeiten schon im letzten Jahr auszuführen. Aufgrund der Verzögerungen beim barrierefreien Umbau des Bahnhofs innerhalb der S-Bahnanbindung war das aber nicht möglich. Auf dem ZOB sollen drei Wartehallen aufgestellt werden. Eigentlich waren die gleichen Glashäuschen vorgesehen, die bereits auf dem Schlossplatz stehen. Das wäre aber zu teuer gekommen. Die aktuelle Preisanfrage beim Hersteller hatte ergeben, dass dann Kosten in Höhe von über 150 000 Euro entstehen würden. Als mögliche Kosten für die drei neuen Wartehallen am ZOB waren aber nur 60 000 Euro veranschlagt worden. Für die Wartehäuschen wurde ein Zuschuss von bis zu 45 000 Euro zugesagt.

Über das "gleichwertige Modell", wie Steffan meinte, wurde vor der Abstimmung noch diskutiert. Monika Maier-Kuhn (SPD) wollte am ZOB als Mobilitätsknotenpunkt eine "vollständige Barrierefreiheit" umgesetzt wissen, auch für seh- und hörbehinderte Menschen. Oliver Völker (SWF) waren drei Sitzplätze pro Wartehäuschen zu wenig. Man könne die Glaswände des Wartestandes doch für eigene Werbezwecke nutzen, war ein Vorschlag von ihm.

Bauamtsleiter Joachim Aurisch wusste noch nicht, wie die akustischen und visuellen Ansagen am ZOB realisiert werden. Die Wartehäuschen, die in Reihe, aber getrennt voneinander stehen, könnten nachgerüstet werden. Dann könnte man auch weitere Sitzgelegenheiten installieren. Bürgermeister Matthias Steffan will schauen, was es an Landesförderung gibt. Außerdem soll das Thema mit in den Behindertenbeirat genommen werden. Die Montage der drei Wartehallen soll bis Ende des Jahres erfolgen.

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