Schwetzingen

Evangelische Kirche Sonntag „Kantate“ aus der Wollfabrik

Solosänger statt Chor

Archivartikel

„Wunder in der Corona-Krise? Dem Herrn neue Lieder singen? In der jetzigen Zeit, die nicht nur von Pandemien heimgesucht wird, nicht möglich oder nur schwer vorstellbar. Oder doch?“ Diese Frage bewegt Kirchenmusikdirektor Detlev Helmer in diesen Tagen – und sie hat ihn gemeinsam mit Pfarrer Mathis Goseberg zu einem besonderen evangelischen Gottesdienst inspiriert.

Er wird am Sonntag „Kantate“, also „Singt!“ gefeiert – live aus der Wollfabrik im Gottesdienstformat „for your soul“. Der Gottesdienst beginnt am 10. Mai um 9.55 Uhr und kann unter www.ekischwetzingen.de, bei Facebook (Evangelische Kirchengemeinde Schwetzingen) und auf Youtube „ekischwetzingen“ miterlebt werden – auch im Nachhinein.

„Corona hat so viel ausgebremst, und gerade das Singen gilt wegen der Tröpfchen-Verbreitung, die unweigerlich auftritt, als einer der größten Infektionsgefahren“, so Helmer, der zudem auf das Singverbot in Gottesdiensten sowie das Verbot von Chorauftritten verweist. Deshalb muss die Latin-Jazz-Messe, die die Vokalchöre der Evangelischen Kantorei für den 10. Mai am Sonntag „Kantate“, dem klassischen Sing-Gottesdienst, geplant hatten, ausfallen.

Für diesen Kantate-Sonntag hat Detlev Helmer nun zwei Sängerinnen und einen Sänger gebeten, mitzuwirken: Astrid Bohm, Gabriele Schneider und Sören Lätsch. Die Sänger werden von Uwe Dittes am Schlagzeug und Martin Schorb am Saxofon unterstützt, zwei Musikern der Band des Schwetzinger Gospelchores. Außerdem werden die Solisten mit jeweils einem Solo-Lied den Gottesdienst bereichern: Arien Felix Mendelssohn Bartholdy (aus dem „Elias“), Georg Friedrich Händel (aus dem „Messias“) und dem Gospel „Lead me, guide me“. zg

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