Schwetzingen

Natur im Garten Bei Leser Norbert Munz schwirren etwa 50 Schmetterlinge vor der Haustür / Duft und Farbe der Sträucher locken die Falter an

Sommerflieder zieht Insekten magisch an

Archivartikel

Drei Sträucher, die lila leuchten, stehen in einem Garten der Albrecht-Dürer-Straße – eine Wolke aus Schmetterlingen schwirrt dort wild umher. Dieses Bild hat sich bei unserem Leser Norbert Munz gezeigt, der die Anzahl der Insekten in seinem Garten auf etwa 50 bis 60 schätzt. „Im vergangenen Jahr haben wir Schmetterlingslarven gekauft, vermutlich haben sie überwintert“, erklärt er sich das hohe Aufkommen in seinem Zuhause. „Ich weiß aber nicht, wie lange sie dortbleiben, immerhin ist es sehr heiß und wir haben auch einen Vogel – den Mauersegler – unterm Dach, der gerne auf die Jagd geht.“

Über den Winter habe der 69-jährige Hobbygärtner den Schmetterlingsflieder, auch Sommerflieder genannt, zurückgeschnitten. Ab Frühling seien die Sträucher dann extrem ausgetrieben. Gemeinsam mit den Schmetterlingen sind sie auch für seine Nachbarn ein echter Hingucker. „Das ist ein Blickfang und sie riechen auch so gut“, sagt Munz. Das sei auch ein Grund, warum die Schmetterlinge den Flieder vergöttern – sagt der Fachbeauftragte des Nabu Baden-Württemberg für Schmetterlinge, Martin Feucht. „Der Nektar des Sommerflieders duftet stark. Außerdem hat er viele Blüten, wo es Nektar gibt. Und auch diese bläulichen Töne – oder eben lila – ziehen die Tiere magisch an“, erklärt der Experte. Wer etwas für die Umwelt tun will, sollte sich einen Flieder pflanzen. „So können die Menschen Insekten beobachten und sich für die Natur einsetzen.“ Genauso wie unser Leser Norbert Munz.

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