Schwetzingen

Sorgen ernst nehmen

Archivartikel

Janina Hardung will, dass die Wünsche der Bürger erhört werden

Es knallt immer dann, wenn verschiedene Sichtweisen, Meinungen und Lebensweisen aufeinandertreffen. Im Fall der Karlsruher Straße trifft alles zu. Es gibt die Anwohner, die schnell zu ihrer Arbeit wollen, die Mitbürger, die keine 1000 Autos zusätzlich in ihre Straße sehen wollen und die Eltern, die sich um ihre Kinder sorgen. Und dann gibt es noch die Fakten: Eine hoch frequentierte Straße im Herzen der Stadt muss saniert werden.

Dass das nicht spurlos an den Anwohnern und der Stadt vorbeigeht, ist klar. 9000 Autos täglich sind eine große Belastung. Aber die Stadt und auch die Verkehrsplaner müssen die Sorgen und Wünsche der Bürger ernst nehmen. Besonders nach der Informationsveranstaltung haben sie sinnige Vorschläge gemacht, ganz konstruktiv. Ziel muss eine gleichmäßige Verteilung in der Stadt sein. Sonst fühlt sich die eine Hälfte so, als würde sie die komplette Last auf ihren Schultern tragen. Wichtig in dieser Zeit ist – wie auch Bürgermeister Matthias Steffan sagte – Zusammenhalt. Anwohner sollten sich die wichtigsten Strecken schon vorher überlegen – und die sinnvollste Alternative aussuchen. Vielleicht bei kleineren Wegen in der Stadt das Fahrrad nehmen oder zu Fuß gehen. Dann erspart man sich die Parkplatzsuche, schont die Umwelt und ist vermutlich genauso schnell wie mit dem Auto.

Eine gewisse Vorsicht ist gesund, trotzdem sollte nicht direkt der Teufel an die Wand gemalt werden. Wenn allerdings schwerwiegende Probleme in den ersten Tagen der Bauarbeiten auftreten – dann muss schnell gehandelt werden. Für das Wohl der Bürger.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional