Schwetzingen

Spülmobil wäre Überlegung wert

Nicht alles, was die EU in den vergangenen Jahren so auf den Weg gebracht hat, ist ein Glücksgriff, um es mal vorsichtig auszudrücken. Siehe Datenschutzverordnung. Aber dass sie die Verwendung von Plastik eindämmen will, macht durchaus Sinn. Dazu gehört natürlich auch der zunehmende Verzicht auf Plastikstrohhalme und -geschirr – vom Becher übers Besteck bis hin zum Teller. Aber so einfach ist das nicht, selbst wenn man das Argument der bequemen Handhabung – Plastikgeschirr muss man nicht spülen – außer Acht lässt. Zum Beispiel beim Fasnachtszug ist der Verzicht auf Glas wegen der Verletzungsgefahr erwünscht und weil Gläser als Wurfgeschosse missbraucht werden könnten.

Aber oft werden Plastikbecher auch verwendet, weil es nicht möglich oder nicht zumutbar ist, Gläser zu verwenden – beispielsweise bei Stadtfesten. Denn wo sollen die Vereine die denn spülen? In Nachbargemeinden gibt es teilweise ein Spülmobil, aber in Schwetzingen nicht. Wäre das nicht eine sinnvolle Investition, die zudem ökologisch wertvoll ist? Unter der Obhut des Bauhofs und zu leihen gegen eine entsprechende Gebühr? Und wenn Stadtverwaltung und Gemeinderat schon bei diesem Thema sind: Die Grillhütte würde neben dringend notwendigen neuen WC-Anlagen auch eine Spülmaschine vertragen, die Ansprüchen und Technik des 21. Jahrhunderts gerecht wird – und damit auch jegliche Nutzung von Plastikgeschirr verhindern würde.

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