Schwetzingen

Palais Hirsch Internationale Experten zur Lichtmessung zu Gast

Stadt als Bühne der Wissenschaft

Im Palais Hirsch findet diese Woche ein wissenschaftlicher Kongress (ICASIPM) zur Entwicklung von Silizium-Photomultipliern statt. Silizium-Photomultiplier sind äußerst empfindliche Detektoren für die Messung geringster Lichtmengen bis zum Einzelphotonennachweis.

Bis Freitagnachmittag diskutieren rund 90 Experten aus den USA, China, Osteuropa und Japan über die neuesten Forschungen. Nur durch die Standardisierung von Messverfahren können Geräte verschiedener Hersteller und Ergebnisse unterschiedlicher Anwender sinnvoll miteinander verglichen werden. Die Organisatoren der ersten Veranstaltung dieser Art sind Professor Dr. Herbert Orth vom GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt, Dr. Nepomuk Otte vom Georgia Institute of Technology in Atlanta (USA) und Professor Dr. Patrick Achenbach vom Institut für Experimentelle Kernphysik der Uni Mainz.

Oberbürgermeister Dr. René Pöltl hieß die Kongressteilnehmer gestern Morgen willkommen und stellte ihnen die Spargelstadt vor. Nach dem 1250-Jahr-Jubiläum und dem 200. Geburtstag des Fahrrads durch Karl Drais feiere Schwetzingen nun 350 Jahre Spargelanbau. Die Stadt habe eine lange Wissenschaftstradition. Im Jahre 1763 ließ Kurfürst Carl Theodor im Schloss eine Sternwarte errichten, auf der Wissenschaftler und Mathematiker Christian Mayer den Durchgang der Venus vor der Sonne beobachtete. Diese Sternwarte war der Ausgangspunkt für die späteren Observatorien in Mannheim und auf dem Königstuhl in Heidelberg. „Genießen Sie den Aufenthalt“, wünschte Pöltl den Kongressteilnehmern aus aller Welt „fruchtbare Diskussionen und viel Spaß in unserer Stadt“. vw

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