Schwetzingen

Lutherhaus Verkaufsmesse "Art to go" von KIS zum zehnjährigen Bestehen / Überraschung für Pfarrer Steffen Groß / Auch junges Publikum erreicht

Symbiose von Künstlern, Kunst und Kunstliebhabern

Vor genau zehn Jahren, im Jahr ihrer Gründung, veranstaltete die Künstler-Initiative Schwetzingen (KIS) ihre "1. artSchwetzingen" als Kunstmesse im Biennale-Rhythmus. "Wir wollten auch in den Jahren dazwischen eine Kunstmesse im kleineren Format machen, die sich auch durch Spontaneität, Lockerheit, Improvisation auszeichnet, ohne Schwellenangst. Aus diesen Überlegungen entstand die ,Art to go'", erläutert Professor Josef Walch. Die "Art to go" hatte am Sonntag im Eingangsbereich des Lutherhauses ihre erfolgreiche Premiere, heißt es in einer Pressemitteilung.

"Dieser leicht zu erreichende, helle, transparente und lichte Raum ist ideal für diese Form der Veranstaltung", so der Vorsitzende der KIS, Jessen Oestergaard. Zu sehen waren circa 250 Kunstwerke auf Tischen ausgelegt und gestellt, gerahmt und ungerahmt, Malerei, Grafik, Fotografie und Kleinplastik. Neben den begehrten, kleinformatigeren Werken der Schwetzinger Künstler Heinz Friedrich und Bernhard K. Becker waren auch farbige Holzschnitte von Otto Mindhoff zu sehen, die schnell ihre Käufer fanden.

Präsentieren konnte die Künstler-Initiative auch einen umfangreichen Bestand an Druckgrafik, Radierungen, Holzschnitten und Lithographien, die dem Verein vor einiger Zeit zur Unterstützung der Arbeit gestiftet wurden und die zu moderaten Preisen ihre Käufer fanden, so Arbeiten von Paul A. Weber, Gerhard Grimm oder Hansen-Bahia. Aber auch die KIS-Künstler Tom Feritsch, Karin Posmyk, Traudel Hagmann, Oliver Metzger, Jessen Oestergaard und Josef Walch präsentierten ihre Arbeiten und waren anwesend, was die Besucher zu informativen Gesprächen mit den "Produzenten" nutzten. Ebenso konnten Fragen zu Kunststilen, künstlerischen Techniken oder zu den Arbeiten von Heinz Friedrich und Bernhard K. Becker und deren Bedeutung für die Stadt Schwetzingen beantwortet werden. "Wie werden das im kommenden Jahr weiterführen", so die Bilanz von Oestergaard und Walch nach einer erfolgreichen Veranstaltung, bei der sie vor allem auch ein junges Publikum begrüßen konnten.

Geschenk für die Kindergärten

Am Rande der Kunstmesse hielt Josef Walch eine Überraschung für den evangelischen Pfarrer Steffen Groß bereit. Er schenkte ihm im Namen von KIS eine Kunstmappe mit zehn großformatigen Originalholzschnitten des bekannten Holzschneiders und Grafikers Gerhard Grimm (1927 - 1998) für die Kindergärten der Kirchengemeinde. Die Mappe trägt den Titel "Kinder" und zeigt auf originelle und anregende Weise Kinder beim Spielen, Klettern, Raufen, beim Toben im Schnee und vielen anderen Beschäftigungen. "Kinder mögen diese Bilder sehr", so Josef Walch, "diese Kunst ist ideal für die Wände der evangelischen Kindergärten." Diese Spende, so Walch, sei auch ein Dankeschön für die gute Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde bei der Nutzung des Lutherhauses für Ausstellungen. zg

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