Schwetzingen

Tag der Deutschen Einheit Historischer Pfad wird erweitert

Tafel der Erinnerung

Archivartikel

Zum gestrigen Jahrestag der Deutschen Einheit erhielt der Berliner Platz eine Informationstafel des Historischen Pfads, der in Schwetzingen auf wichtige, historische Schauplätze hinweist. Die Tafel aus Sicherheitsglas informiert über die Entstehungsgeschichte des Platzes und die dort vorhandenen Kunstwerke. Der Text stammt von Kulturreferentin Dr. Barbara Gilsdorf und Stadtarchivar Joachim Kresin, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Als geplante Freifläche im damals stetig erweiterten Neubaugebiet der Nordstadt erhielt der Platz 1962 den Namen „Berliner Platz“. War bereits die Namensgebung der Berliner Straße 1959 in Verbundenheit der Stadt Schwetzingen mit der Bevölkerung der geteilten Stadt Berlin erfolgt, so sollte das Kunstwerk „Berliner Meilenstein“ an die einstige Hauptstadt und die Teilung Deutschlands erinnern. Mitte der 1950er Jahre rief der Berlin-Beauftragte der Bundesregierung, Gerd Bucerius, dazu auf, diese Meilensteine, die die Umrisszeichnung des Berliner Bären, entworfen von der Bildhauerin Renée Sintenis, und die Kilometerdistanz nach Berlin tragen, aufzustellen. Der Kreisverband Schwetzingen des „Bundes der Berliner und Freunde Berlins.“ kam dieser Aufforderung nach und ließ den Stein 1962 auf dem noch jungen Berliner Platz aufstellen.

Ergänzt wird der Berliner Meilenstein seit Kurzem durch die Skulptur „Wir91“, die der Chemnitzer Bildhauer Armin Forbrig in Bezug auf die Wiedervereinigung Deutschlands und die dadurch sich entwickelnden Probleme geschaffen hat. Seine Marmorskulptur ist die Illusion eines einst gewaltsam geteilten Blocks, der mit dicken Tauen wieder zusammengeführt und zu einer vermeintlichen Einheit verbunden wurde. zg

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