Schwetzingen

Brandschaden Auswirkung auf Integrationsarbeit ist zu spüren

Teilbelegung in Aussicht

Schwetzingen.Ein Kurzschluss in der Zwischendecke hatte am 23. September zu einem Brand im früheren Hotel Atlanta geführt, das seit mehreren Jahren für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt wird. Eigentlich sollte alles in zwei oder drei Wochen behoben sein, jetzt sind zwölf Wochen vergangen und im Hotel sieht es aus wie auf einer Großbaustelle. Denn der Ruß, der über einen Versorgungsschacht ins ganze Haus gelangte, verursachte einen Schaden von mehr als einer halben Million Euro, den die Brandversicherung tragen muss.

Der Brand hat aber auch starke Auswirkungen auf die Integrationsarbeit in Schwetzingen. Die 80 Bewohner mussten in Erstaufnahmelagern zuerst im Patrick Henry Village und nun in der Tompkins-Kaserne untergebracht werden. Das hatte zur Folge, dass der von den Ehrenamtlichen angebotene Unterricht kaum noch stattfinden konnte und vor allem die Flüchtlinge, die in Ausbildung oder in einem Job sind, sehr darunter leiden.

In der Kaserne gibt es keinerlei Kochmöglichkeiten und durch ihre Arbeit können sie nicht zu den starren Essenszeiten vor Ort sein. Zudem sind keine Besuche der Betreuer und befreundeter Familien möglich. Die Stadtverwaltung will nun die Arbeiten beschleunigen, informierte die Betroffenen über die Pläne und möchte unbürokratisch dafür sorgen, dass zumindest die 40 Flüchtlinge, die einer Tätigkeit nachgehen, schnell wieder ins Atlanta zurück können. Nächste Woche entscheidet sich, ob eine baldige Teilbelegung möglich ist. jüg

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